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Duisburg-Hamborn: Wie die Nazis bekämpfen? | Drucken |  E-Mail
Korrespondent Duisburg   
01.09.2005
Am 30. Juli 2005 wollten faschistische “Freie Kameradschaften” in Hamborn demonstrieren, einem der Duisburger Stadtteile neben dem riesigen Thyssen-Stahlwerk. Um die vielen hier schon in der dritten Generation wohnenden türkischen ArbeitsimmigrantInnen zu provozieren, forderten die Nazis “Multikultur abschaffen – Stoppt den Moscheebau”. Gegen den Naziaufmarsch gab es verschiedene Proteste: Das “offizielle” Duisburg mit CDU-Bürgermeister, Ratsparteien und Gewerkschaften demonstrierte weit ab vom Ort des Geschehens in Duisburg-Mitte. Hier trafen sich 400 BürgerInnen.
Das “linke” Bündnis (MLPD und türkische MaoistInnen, unabhängige Antifa, DKP, u.a.) traf sich in Duisburg-Marxloh, um mit schließlich 1000 Menschen auf der von der Polizei vorgegebenen Route in Richtung Nazis zu demonstrieren. Als eine Gruppe von 70 türkischen Jugendlichen quer über den Platz in Richtung Alte Feuerwache, dem Treffpunkt der Nazis, lief, gaben auch die VeranstalterInnen endlich das Signal zum Aufbruch – wenn auch in eine etwas andere Richtung. Die Demo kam nicht weit. An einer Brücke versperrte Polizei den Weg. Nach vorherigem stundenlangen Wartens auf den Abmarsch nun stundenlanges vergebliches Warten auf die Nazis. Die Veranstalter-Innen versicherten, dass “nach Angaben der Polizei die Nazis 100% an dieser Stelle vorbeikommen werden”. Man solle warten. Die Passivität schreckte ab. Das “offene antifaschistische Mikrofon” nervte. Die TeilnehmerInnen suchten Auswege auf eigene Faust – bis sich die Demo ganz auflöste. Entweder gingen sie nach Hause oder versuchten über Umwegen zu den Nazis zu gelangen.
So erreichten auch wir mit unserer kleinen türkisch-deutsch-kurdischen Gruppe quer durch die Wohnviertel eine Kreuzung, wo etwa 500 türkische und kurdische Jugendliche und Jungarbeiter rund 100 Polizisten gegenüberstanden. Außer uns keine Linken, aber die Stimmung war um so militanter. Die Nazis konnten nicht weit sein, tauchten aber nicht auf. Nach kleinen Rangeleien mit der Polizei löste sich auch hier eine größere Gruppe, um über Hinterhöfe und durch Schrebergärten die 250 Nazis doch noch zu erreichen.
Diese kamen nur 200 Meter weit. Kaum waren sie von der Alten Feuerwache losmarschiert, als sie in einem Arbeiterviertel von überwiegend türkischen AnwohnerInnen gestoppt wurden. Weil sie die Sicherheit der Nazidemo nicht mehr gewährleisten konnte, verweigerte ihr die Polizei den Weiterzug. Auf dem Rückweg gab es noch einige Schlägereien mit nachdrängenden türkischen Jugendlichen. Die direkte Aktion der am meisten betroffenen ImmigrantInnen, die sicherlich keine Linken sind, hatte die Nazis gestoppt. Ein Beispiel für zukünftige Aktionen.  
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