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Weltfrauenmarsch 2005 | Drucken |  E-Mail
Isabel Schneider   
01.07.2005
Am 28. und 29. Mai begrüßte Marseille die europäische Etappe des 2. Weltfrauenmarschs. 1000 Frauen aus ganz Europa, Gruppen aus Spanien, Portugal, Schweden, Belgien, Algerien, Marokko, Tunesien, Zypern aus ganz Frankreich und hauptsächlich aus der Region Marseille kamen zu einer Demonstration gegen Armut, patriarchale Bevormundung und Gewalt gegen Frauen. Der Weltfrauenmarsch geht auf ?eine Frauengruppe aus Quebec zurück, die 1995 einen Marsch auf Montreal für "Brot und Rosen" organisierte. Am 17. Oktober 1998 trafen sich Frauen aus aller Welt in Montreal und beschlossen einen Marsch für das Jahr 2000 nach New York, der sehr schnell eine große Anziehungskraft hatte und Tausende Frauen mobilisierte, die eine Vielzahl von Aktionen organisierten und Millionen von Unterschriften für die Forderungen des Weltfrauenmarschs sammelten, die am 17. Oktober 2000 Louise Fréchette, Vize-Generalsekretärin der UNO in New York übergeben wurden.
Der Frauenmarsch in Marseille bot Diskussionsforen zu den Themen: Arbeit, Prekarisierung, Krieg und Frieden, Demokratie und Gleichheit, Gewalt gegen Frauen, Sexualität, Abtreibung Verhütung und Gesundheit, Jugend, Migrantinnen und Lesbierinnen. Organisiert wurde er im Wesentlichen von der CGT, einem der französischen Gewerkschaftsbünde.
Im Forum zu den Themen Sexualität, Abtreibung, Verhütung und Gesundheit berichtete Manuela Tavares über den 30-jährigen Kampf von portugiesischen Frauen für das Recht der Frauen, über Mutterschaft, Sexualität und ihren Körper selbst zu bestimmen. In den letzten 5 Jahren wurden 30 Frauen in Portugal wegen illegaler Abtreibungen verurteilt. Nur 2% der in Portugal durchgeführten Schwangerschaftsabbrüche sind legal, nämlich dann, wenn Gefahr für das Leben der Mutter besteht, bei Missbildungen des Fötus und bei Vergewaltigung. Nachdem 1998 ein Referendum gescheitert war, gab es eine Bewegung, die 120 000 Unterschriften für ein neues Referendum sammelte. Auch diese Bewegung hat zur Wahlniederlagen der Rechten in Portugal beigetragen. Doch die Linke hielt ihr Versprechen für ein neues Referendum nicht ein. Mit ihrem Rückzug hoffte die regierende sozialistische Partei die Stimmen der Rechten für die Änderung der portugiesischen Verfassung einzuhandeln, die den Weg freimachen sollte für die europäische Verfassung. Manuela Tavares freute sich deshalb sehr über den zu diesem Zeitpunkt bereits erwarteten Sieg des französischen Neins zur europäischen Verfassung.
Strenge Abtreibungsverbote gibt es außerdem nach wie vor in Irland, Polen, Portugal, Zypern, Malta und Andorra.
Ich habe leider keine deutschen Frauen in Marseille getroffen. Aber gerade die starke Beteiligung der französischen Frauen zeigt, dass eine soziale Bewegung, eine Politisierung der Gesellschaft, wie sie zum Beispiel durch das Referendum zur europäischen Verfassung stattgefunden hat, auch wieder eine Frauenbewegung auf den Plan rufen kann.
"So, so, solidarité avec les femmes du monde entier" (Solidarität mit den Frauen der ganzen Welt) skandierten die Frauen immer wieder. Für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung.
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