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Barbara Schulz   
28.10.2016
Archaisches in Russland

Der Mufti der Republik Karatschi-Tscherkessien, Vorsitzender des muslimischen Koordinationszentrums Nordkaukasien Ismail Bardijew vertritt die Auffassung, Genitalverstümmelung sei nicht schädlich für die Gesundheit der Frauen, könnte aber „die weibliche Lust ein wenig beruhigen“. Würde sie an allen Frauen vorgenommen, „dann gäbe es keine Verderbtheit auf der Welt“. Die Genitalverstümmelung solle an Mädchen unter drei Jahren vorgenommen werden. Und so geschieht es zumindest in abgelegenen Bergregionen Dagestans.

Der orthodoxe Oberpriester Wsewolod Tschaplin pflichtet ihm weitgehend bei, er meint, dass der Feminismus „die Lüge des 20. Jahrhunderts“ ist; Frauen seien geschaffen, um Kinder zu kriegen und großzuziehen. Merkwürdigerweise ruderte Baradijew zurück und fühlte sich missverstanden. Tschaplin relativierte auch das Tötungsverbot. Merke: „Der Humanismus (ist) eine Ideologie des Satans!“

Kuckuckseltern in der Bundesrepublik

Wenn die weibliche Sittenlosigkeit Geld kostet, muss ihr mit Gesetzen begegnet werden. Wenn Väter entdecken, dass sie nur Scheinväter sind, d. h. dass das Kind, für das sie brav Unterhalt gezahlt haben, nicht von ihnen abstammt, soll die Mutter per Gesetz verpflichtet werden, den wahren Erzeuger des Kuckuckskindes zu benennen. Der Kuckucksvater soll dann geleistete Unterhaltszahlungen von zwei Jahren erstattet bekommen. Heilige Familie!

Die Kuckucksmutter hat in den Jahren ihres Lotterlebens sorgfältig Buch über die Kuckucke geführt, mit denen sie sich „eingelassen“ hat. Delikat wird die Sache, wenn sie vorsichtshalber mehrere mögliche Kuckucksväter nennt, denn genau wissen kann sie es ja auch nicht.

Übrigens: Der schöne Ausdruck Kuckuckskinder wird hier etwas irreführend gebraucht.

Beim Auslagern des Kuckuckseies ins fremde Nest ist auch die mütterliche Sorge verlagert. Leibliche Eltern!

Fertility Day in Italien

Italiens Gesundheitsministerin hat einen „Fruchtbarkeitstag“ beworben mit höchst kuriosen Slogans wie: „Beeil dich! Warte nicht auf den Storch“ oder der Warnung „Schönheit kennt kein Alter. Die Fruchtbarkeit schon!“ (s. Bild) Ausgangspunkt ist die niedrige Geburtenrate der Italienerinnen. Mit 1,3 Kindern pro Frau – diese Formulierung ist allgemein üblich – ist sie sehr niedrig. Dass die Zurückhaltung bei der Fortpflanzung auch etwas mit sozialen Problemen zu tun haben könnte, ist für die Gesundheitsministerin kein Thema: Kitaplätze, Sicherung des Unterhalts der Kinder, Hilfe bei der Alltagsarbeit gehören in ein anderes Ressort. Aber vielleicht können ja die gewollt oder ungewollt Kinderlosen, gemeint sind natürlich nur Frauen, da eingreifen.

Ganz nebenbei werden in dieser Kampagne auch rassistische Vorurteile transportiert. Auf einem der offiziellen Plakate werden in der oberen Hälfte zwei weiße lachende Paar gezeigt mit der Unterschrift „Vorbildliche Verhaltensweisen.“ In der unteren Bildhälfte ist eine weiße Frau neben einem schwarzen Mann und einer schwarzen Frau zu sehen, welche anscheinend Marihuana raucht. Der Untertitel: „Schlechte Umgebung, die es zu meiden gilt.“

Die „social medias“ bearbeiten die Vorschläge satirisch (unter #fertilityfake wie auch im offiziellen Hashtag #fertilityday). Die InitiatorInnen begannen daraufhin zurückzurudern. Aber die Protestierenden gingen weiter auf die Straße mit Schildern: „Was uns fehlt sind Jobs und Einkommen, nicht Babies.“

Übrigens: Der Club of Rome schlägt vor, Frauen, die die Fortpflanzung beschränken und höchstens ein Kind großgezogen haben, mit einer Prämie von 80 000 Dollar zu belohnen!

Anstand - in der ganzen Welt


Endlich macht sich mal wieder jemand Gedanken über die anständige Kleidung der Frauen!

Vom Burkiniverbot über das Verbot der Vollverschleierung bis zur Rüge für eine zu leicht bekleidete Sängerin in Israel breitet sich wieder eine Regelwut aus, die eine ernsthafte Auseinandersetzung schwer macht.

Kennt eigentlich jemand von Euch die diesjährige Bademode für Männer?
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