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Frauenkurzmeldungen für den Monat Juni 2016 | Drucken |  E-Mail
Barbara Schulz   
28.06.2016
Solarstrom im Dorf

Es sind oft die kleinen Dinge, die große anzustoßen vermögen. Im indischen Bundesstaat Rajasthan bildet das Barefood College, eine NGO, Frauen in einem Solarprogramm aus. Frauen werden befähigt, in den Dörfern mit dem Betrieb von Solaranlagen Strom zu erzeugen und damit einen Anschluss an zivilisatorische Errungenschaften zu bekommen, als da sind Ventilatoren, Lampen, ja Computer und anderes mehr. Das verschafft den ausgebildeten Frauen ein eigenes Einkommen und, was auch wichtig ist, ein gewisses Ansehen. Dabei haben diese Frauen keine oder kaum eine Schule besucht, sie lernen alles durch die direkte Handhabung.

Für diese Schulung müssen sich die Frauen für etwa ein halbes Jahr aus ihrer dörflichen Umgebung entfernen, um in Tilonia geschult zu werden, sechs Tage die Woche von 9 bis 17 Uhr. Das Barefoot College bildet auch Frauen aus anderen Ländern aus. Natürlich ist das nur ein Ansatz, aber es ist Hilfe zur Selbsthilfe, an die gerichtet, die Bedarf haben, es nutzen können, die vor Ort sind.

Trippelschritte

Saudi-Arabien schränkt die Bewegungsmöglichkeiten von Frauen besonders ein. Radfahren oder Autofahren ist ihnen nicht erlaubt, ihre Kleidung hat körperbedeckend zu sein, eine schwarze Abaya und möglichst ein Gesichtsschleier. Jetzt werden die Sittenwächter der „Kommission zur Förderung der Tugenden und Verhinderung der Laster“ in ihrer Tätigkeit etwas eingeschränkt. Vermeintliche Vergehen sollen sie nicht mehr auf ihre handgreifliche Art ahnden, sondern die Polizei einschalten. So könnte es vermieden werden, dass eine junge Frau – wie in Riad geschehen – zu Boden geprügelt wird, weil sie nicht richtig verschleiert gewesen sein soll.

Immerhin gibt es, wenn auch vom König ernannt, in der beratenden Versammlung, einer Art Parlament, 20 % Frauen. Und: In Vergnügungsparks, die eine große Rolle spielen, dürfen Frauen Fahrradfahren!
Brasilien

Nachdem die Präsidentin Dilma Rousseff vom Amt suspendiert wurde und der konservative Michel Temer an ihre Stelle getreten ist, bildete er auch eine neue Regierung. Die 21 Ressortchefs sind konservativ, weiß und männlich. Der Regierung gehört keine einzige Frau an!

Nein heißt Nein!

Die Gestaltung des Strafrechts in Bezug auf die Ahndung sexueller Gewalt erweist sich, wie schon angenommen, als kompliziert. Die Fachleute haben Schwierigkeiten, die einfache Formel „Nein heißt Nein“ in justiziable Formen zu gießen, wobei der Verdacht nahe liegt, dass es für Männer immer noch schwer zu ertragen ist, dass ein Nein auch ihnen gilt. Justizminister Maas, der eine so umfassende Reform bisher in so kurzer Zeit, also noch vor der parlamentarischen Sommerpause, nicht für machbar hielt, scheint nun einzulenken.

In Belgien gilt seit zwei Jahren ein Gesetz, nach dem öffentliche Handlungen, die Verachtung einer Person aufgrund ihres Geschlechts ausdrücken, mit Haft oder Geldstrafe geahndet werden können. „Schmutzige Schlampe, die man erschießen sollte“, reicht für eine strafbewehrte Anzeige aus. Selbst wenn es auch hier nicht oft zur Strafe kommt, ist zu hoffen, dass sich das Bewusstsein auf Dauer verändert.
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