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B. S.   
11.01.2016
Vietnam

Um die Zahl der Abtreibungen weiblicher Föten zu begrenzen, ist in Vietnam ein Gesetz in Vorbereitung, das Abtreibungen nach der 12. Schwangerschaftswoche nur noch bei Vergewaltigung zulässt. Bisher liegt die Grenze bei der 22. Woche.

Das löste Empörung aus, obwohl das Verhältnis von Jungen- zu Mädchengeburten bei 114 zu 100 liegt. Statistisch sollten es 105 zu 100 sein. Die traditionelle Höherbewertung des männlichen Nachwuchses dauert an.

Indien

In Indien wird versucht, das Bevölkerungswachstum einzuschränken, da Indien nach Prognosen der Vereinten Nationen bis zum Jahre 2024 China als bevölkerungsreichstes Land ablösen könnte. Deshalb wird versucht in den niederen Kasten, insbesondere unter den Dalit, Geburtenkontrolle durchzusetzen. Und das durchaus mit Zwang. Als Standardverhütungsmittel dient die Spirale, die Frauen oft auch ohne ihr Wissen eingesetzt wird. Der Gebrauch von Kondomen ist den Männern in einer patriarchalischen Gesellschaft kaum zuzumuten, geschweige denn eine Sterilisation. Auch deshalb ist der Zugang zu Kondomen nicht überall gewährleistet.

China

China will die seit 35 Jahren geltende Ein-Kind-Politik aufgeben. Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei hat entschieden, im März 2016 soll der Nationale Volkskongress zustimmen. Jedem verheirateten Paar soll dann ein zweites Kind erlaubt werden. Bisher galt das für bäuerliche Familien, wenn das erste Kind ein Mädchen ist. Trotz aller Beschränkungen soll die Geburtenrate derzeit bei 1,6 Kindern liegen.

Gelobt wird die Ein-Kind-Politik, weil sie etwa 400 Millionen Geburten verhindert haben soll. Nun aber soll der Überalterung der Bevölkerung entgegengewirkt werden. Die Zwei-Kind-Politik könne eine stabile und kontrollierbare Bevölkerungspolitik garantieren. Allerdings schätzen Fachleute, dass sich viele Paare in den städtischen Bereichen wegen der hohen Kosten kein zweites Kind leisten können. Feministinnen fürchten eine Benachteiligung der Mädchen, wenn ein männlicher Nachkomme da ist, in dessen teure Ausbildung investiert wird.

Zwar sind Ultraschalluntersuchungen zur Bestimmung des Geschlechts nicht erlaubt. Dennoch müssen weibliche Föten vermehrt abgetrieben worden sein. Für 2020 schätzen die Behörden, dass es 30 Millionen mehr Männer im heiratsfähigen Alter geben wird als Frauen. In der Gesellschaft ist es aber nicht akzeptiert, Single zu bleiben und keine Nachkommen zu haben.

Deutschland

Dem Verein Dona Carmen, einer Beratungsstelle für Prostituierte in Frankfurt, soll die Gemeinnützigkeit aberkannt werden. Spenden sind dann nicht mehr steuerlich begünstigt. Das ist für den Verein, der keine öffentlichen Mittel erhält, gefährlich. Wenn die Spenden zurückgehen, müsste die Arbeit eingeschränkt werden. Dona Carmen berät nicht nur Sexarbeiterinnen, sondern setzt sich auch für die Entstigmatisierung des Berufes ein. Aber der Verein verfolge nicht hauptsächlich allgemeinbildende oder gesundheitsfördernde Zwecke, sondern arbeite insbesondere politisch. Und das ist nicht gemeinnützig.
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