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Massaker in Suruç: DAESH ermordet revolutionäre InternationalistInnen | Drucken |  E-Mail
Yeniyol   
26.07.2015
Mehr als 30 junge RevolutionärInnen haben bei einem Attentat der dschihadistischen Organisation DAESH* in Suruç nahe der syrischen Grenze ihr Leben verloren. Wir drücken den Familien, FreundInnen und GenossInnen der Opfer unser Beileid und unser Mitgefühl aus.

An diesem 20. Juli 2015 bereitete sich eine Gruppe von 300 jungen Menschen auf das Überqueren der Grenze vor, um beim Wiederaufbau der Stadt Kobanê zu helfen, die bei dem heldenhaften Widerstand der örtlichen Bevölkerung, der PYD und der YPG-YPJ-Milizen sowie der Freiwilligen aus anderen Regionen zerstört wurde.

Die Gruppe war im Rahmen einer Kampagne, die von der Föderation der Sozialistischen Jugendverbände organisiert war, unterwegs, ausgestattet mit vielen Paketen: Spielzeug, Sanitäreinrichtungen, Farbe, Bücher, Filme. Die jungen Menschen, größtenteils Studierende, wollten damit zum Wiederaufbau der Gebäude sowie zur Einrichtung von Parks und Krippen beitragen und eine Bibliothek aufbauen.

Die DAESH zielte mit ihrem Anschlag auf das unerschütterliche Gefühl

internationalistischer Solidarität und nicht auf die Türkei, wie Ministerpräsident Davutoğlu behauptet. Angesichts ihrer Verluste im Krieg gegen die PYD in Syrien versucht nämlich die DAESH, ihren Krieg gegen die PYD mit diesem schändlichen Attentat auf türkisches Territorium auszudehnen, wie es ja auch schon bei den Explosionen anlässlich der Kundgebung der Demokratischen Partei der Völker (HDP) in Diyarbakır der Fall war. Dies ist selbstverständlich die logische Folge der Außenpolitik der AKP, die fest entschlossen ist, das Regime in Damaskus zu Fall zu bringen, und dazu je nach Belieben diese und jene dschihadistische Gruppe unterstützt, um damit ihren Einfluss im Nahen Osten auszudehnen. Es sei nur daran erinnert, dass der türkische Geheimdienst mit Waffen und Raketen beladene Lastwagen über die Grenze nach Syrien schaffen wollte oder dass DAESHKämpfer

in türkischen Krankenhäusern behandelt werden. Es sei auch daran erinnert, wie Erdoğan seine Freude nicht verhehlen konnte, als er ausführte, dass „Kobanê vor dem Fall steht“. Und wir erinnern daran, dass Davutoğlu, als er noch Außenminister war, erklärte, dass DAESH zwar als radikal angesehen werden könne, dass dies aber eine Reaktion „auf die Unzufriedenheit und Empörung“ sei. Es ist noch keinen Monat her, dass die Presse der AKP unter Berufung auf Militärkreise schrieb: „Die PYD ist gefährlicher als die DAESH“. Zum Schluss bleibt noch die Frage: Wie können wir das zuversichtliche Grinsen dieses dschihadistischen Terroristen übersehen, als er von der türkischen Polizei festgenommen wurde?

Gegen die dschihadistische Barbarei und ihre Kollaborateure setzen wir das mutige und hoffnungsvolle Lächeln, das diese jungen RevolutionärInnen uns vermacht haben. Indem wir ihren Kampf fortführen, halten wir den Geist der Solidarität aufrecht, der sie so bewegte.
  • Für das Recht auf Selbstbestimmung für das kurdische Volk!
  • Hoch die internationale Solidarität!
  • DAESH-Mörder! AKP-Komplizin!

Yeniyol, türkische Sektion der IV. Internationale

* Im Nahen Osten wird von der kritischen Öffentlichkeit für den Islamischen Staat (IS) zunehmend dessen ältere Eigenbezeichnung Daesh (“Islamischer Staat im Iraq und der Levante (Großsyrien)“, DAwlat islamiya fî l-iraq wa Eš-Šam)verwendet, so auch von den GenossInnen der türkischen Sektion der IV. Internationale. Wir übernehmen deswegen diese Bezeichnung.

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