Revolutionär Sozialistischer Bund / IV. Internationale (RSB4)
Antifa
Betrieb & Gewerkschaft
Bildung
Frauen in Bewegung
Geschichte
Innenpolitik
Internationales
Kultur
Linke/RSB
Umwelt
Michael Löwy:
Che Guevara
Im Buchhandel erhältlich!
Cover: Löwy - Che Guevara
144 Seiten, 9 €
ISBN 3-929008-25-4
RSS-Feed
Du bist hier: Startseite arrow Frauen in Bewegung arrow Frauen Kurzmeldungen
Frauen Kurzmeldungen | Drucken |  E-Mail
B. S.   
01.07.2015
Schlusslicht?

Nicht überall sind wir Spitzenklasse! Nicht überall sind wir weit vorn! Nach neuesten Studien haben wir die niedrigste Geburtenrate der Welt. In den vergangenen fünf Jahren wurden im Durchschnitt 8,2 Kinder je 1000 Einwohner geboren, bisher war Japan mit 8,4 Kindern Schlusslicht. Afrikanische Länder kommen auf wesentlich höhere Zahlen, etwa Niger mit 50 Geburten je 1000 Einwohner. Immerhin schaffen es Frankreich und Großbritannien noch auf 12,7 Geburten diesbezüglich. Da macht sich der Direktor des Hamburger Weltwirtschaftsinstitutes Vöpel Sorgen um den Wirtschaftsstandort Deutschland. Was hilft? Zuwanderung junger Fachkräfte, sicher schon möglichst gut ausgebildet! Aber auch verstärkt die Erwerbstätigkeit der Frauen.
Das Allensbacher Institut für Demoskopie sieht die Frauen in einer Sandwichposition, zwischen Kinderpflege und Altenfürsorge. Deutsche Frauen sind überlastet, denn auch die Berufsausübung wird von ihnen erwartet. Immer noch erledigen zwei Drittel der Frauen die Arbeit, die heute mit Care-Sorgearbeit – bezeichnet wird, alleine oder fast alleine – und das führt zur Überlastung. Die Bereiche Beruf und Familie stehen oft im Widerspruch  bzw. in Konkurrenz zueinander.  Wo ist da Zeit und Platz für Kinder?

Noch einmal Prostitution

Die Diskussion um Prostitution und die neue Gesetzgebung flammt immer wieder auf. Das Geschäft mit Sex ist derart profitabel, dass es kaum eingedämmt werden kann, und die angestrebte Gesetzgebung ist immer noch umstritten. So bezeichnet Dona Carmen in Frankfurt die obligatorische Beratung als „Idiotentest“. Das Pros­tituiertenschutzgesetz sieht die Prüfung auf „die zu ihrem Schutz erforderliche Einsichtsfähigkeit“ der zu Beratenden vor. Davon hängt dann ihre Anmeldebescheinigung ab, die ihr die Arbeit im Gewerbe erlaubt.

Fast alles soll geregelt werden. Muss ein/e Bordellbetreibene/r  nur volljährig sein oder soll eine Altersgrenze von 21 Jahren gelten? Soll eine nicht genutzte Bordellgenehmigung nach einem Jahr ungültig werden?

All das verhindert die Ausbeutung der  Sexarbeitenden kaum, auch hier hilft nur Selbstorganisation. Es wird angenommen, dass das Angebot die Nachfrage übersteigt, also der Freier die Marktmacht hat. Allerdings wird zugleich behauptet, dass sich Männer nicht rühmen, wenn sie die Diens­te der Prostituierten in Anspruch nehmen, weil sie es nötig haben, sich Sex zu kaufen, so der Sozialwissenschaftler Udo Gerheim.

Interessant ist, dass bei aller Kritik, auch an der Warenförmigkeit der Sexarbeit, nur um die 20 % der Bundesbürger­Innen für ein Verbot der Prostitution sind. 80 % der Männer stimmen für: „nicht verbieten“; 76 % der Frauen ebenso.

Noch einmal Malala


Der Polizeichef des Bezirks Swat bestätigte einen Bericht des britischen „Mirror“ zu den Urteilen über die Attentäter, die 2012 in den Anschlag auf die pakistanische  Kinderrechtsaktivistin  Malala verwickelt waren. Von den zehn Beschuldigten wurden acht in einem geheimen Gerichtsverfahren freigesprochen, zwei zu lebenslanger Haft verurteilt. Noch im April hieß es, alle zehn seien zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Malala wurde damals in den Kopf geschossen, gewissermaßen als Warnung für diejenigen, die sich für Mädchenbildung einsetzen. Berichte über sie und verschiedene Ehrungen (Friedensnobelpreis 2014) haben sie bekannt gemacht. Nun, wo die Aufmerksamkeit nachgelassen hat, geht wieder alles  seinen gewohnten Gang.   

Irland


Voller Überraschung waren die Berichte, dass sich in Irland eine Mehrheit für die sogenannte Home–Ehe aussprach. Dabei wird leicht vergessen, dass Irland eines der rigidesten Gesetze zur Schwangerschaftsunterbrechung hat. Laut Amnesty reisen jährlich etwa 4000 Frauen für eine Abtreibung ins Ausland, im Inland wird eine Abtreibung selbst nach einer Vergewaltigung verweigert. Nur eine für die Schwangere lebensgefährliche Schwangerschaft kann abgebrochen werden, selbst die Behandlung von Krankheiten kann unterbleiben, um den Fötus zu schonen. Der- oder demjenigen, die/der sich an einem Abbruch beteiligt, drohen 14 Jahre Gefängnis!
| Nach oben
Zeitung des RSB
Aktuelle Ausgabe
Abonnieren
Was will der RSB?
RSB vor Ort
Kontakt
RSB-Publikationen
Betriebszeitungen
Inprekorr
Neuer ISP Verlag
Links
RSB Newsletter


Infos zum Newsletter
Der RSB-Newsletter informiert ca. 2 mal im Monat über aktuelle Ereignisse und interessante Artikel auf der RSB Homepage.
RSB Programm
PDF | html
Titelseite: Programm des RSB/IV. Internationale
Jetzt kostenlos downloaden!
Widerstand statt Anpassung
10 Jahre RSB
PDF |  html
Titelseite: internationale theorie Nr. 28
Jetzt kostenlos downloaden!