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Zwischenruf aus der IG-Metall! | Drucken |  E-Mail
Heinz Jandl   
01.01.1970
Ausgehend von der Feststellung, dass auch viele Metaller sauer sind, wenn sie als Pendler Probleme haben, stellt Witich Roßmann unmissverständlich klar:

„Der Vorsitzende der GDL ist demokratisch gewählt, die Mitglieder entscheiden über Tarifkommissionen und Urabstimmung über den Streik. Und kein Mitglied kann von Weselsky zum Streik gezwungen werden, Streik­teilnahme von Mitgliedern und Nichtmitgliedern ist immer freiwillig – und fällt oft nicht leicht.

Es sollte also mehr nach den Ursachen gefragt werden, warum trotz der kritischen Öffentlichkeit die GDL Mitglieder streiken: Sie haben gute soziale Gründe.“

In Form von Fragen und Antworten setzt er sich mit dem Streik und insbesondere mit den drohenden Streikrechtseinschränkungen durch das Tarifeinheitsgesetz auseinander. Er zeigt auf, wie  gefährlich dieses Gesetz auf für die anderen Gewerkschaften und auch für die Metaller werden kann und stellt fest:

„Mit anderen Worten: Wer heute für die Daseinsvorsorge ein eingeschränktes Streikrecht fordert, der wird es morgen mit den gleichen schlechten Argumenten für nahezu alle anderen Branchen in Deutschland fordern. Das Grundrecht auf Streik würde nur noch auf dem Papier stehen. Die Arbeitnehmer hätten ihr wirkungsvollstes Verhandlungsinstrument verloren.“

Angesichts eines Rundschreibens des IG-Metallvorstandes, der den Hauptamtlichen einen Maulkorb in der Sache GDL verpasst, ist diese Stellungnahme nicht nur mutig, sondern mit der Verteidigung des Streikrechts im Interesse aller Arbeitnehmer beispielhaft. Beispielhaft auch für diese Gewerkschaft, die zu einem verlängerten Arm der Regierung degradiert wurde.

TiPP
Die Pressemitteilung ist hier nachzulesen
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