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Frauen-Kurzmeldungen April 2014 | Drucken |  E-Mail
Barbara Schulz   
01.04.2014
Frauen-Kurzmeldungen April 2014
Bundesrepublik Deutschland
17,7 Millionen Frauen im Alter von 20 bis 64 Jahren waren 2012 erwerbstätig, das sind 71,5 Prozent der Altersgruppe. Bei den Männern sind es 81,8 Prozent.

In Schweden waren es 76,8 Prozent der Frauen. Der EU-Durchschnitt liegt bei 62,3 Prozent. Alles in Ordnung? Immerhin sagen 45 Prozent der Frauen, dass sie vom selbst verdienten Geld leben können. Aber die Zahlen sagen nichts über die Art der Beschäftigung aus. Sind es Vollzeit-, Teilzeit- oder Minijobs? Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von Teilzeitarbeitenden betrug 18,6 Stunden. Wenn auch nicht alle Frauen auf 38,5 Wochenstunden gehen möchten: mehr als 20 Stunden wünschen sie sich schon. Hier ließe sich etwas gegen den wirklichen oder vermeintlichen Fachkräftemangel erreichen.

Aber gleichzeitig sind 53 Prozent der Frauen, die zwischen 35 und 40 Stunden arbeiten, erschöpft. Bei Müttern sind es sogar 56 Prozent, bei Männern sind es 42 bzw. 44 Prozent. Es ist wohl immer noch die „zweite Schicht“, die Arbeit für die Familie, die die Frauen belastet. Die Idee einer generell kürzeren Arbeitszeit für Familien ist doch nicht ganz abwegig.

Kuriosum
In der Avanti 219 haben wir schon auf Eigenarten der Geschlechtertrennung in Saudi-Arabien hingewiesen. Jetzt soll in der Stadt Janbu ein Industriegebiet von 500.000 Quadratmetern gebaut werden, zu dem Männer keinen Zutritt haben. Dort sollen Frauen Kleidung, Schmuck, Spielsachen und medizinische Güter produzieren. Es hat irgendwie einen Reiz, sich vorzustellen, dass es keine männlichen Kommandos geben könnte. Ein bisschen utopisch, oder?

Gleichzeitig haben anlässlich des Internationalen Frauentages Frauenrechtlerinnen eine Petition an den Schura-Rat geschickt. Die 150 Abgeordneten, darunter immerhin 30 Frauen, sollen das Thema Frauenrechte auf die Tagesordnung setzen. Es geht diesmal nicht um das Autofahrverbot (Avanti 215), sondern um das System der Vormundschaft. Ohne Zustimmung eines männlichen Vormunds dürfen Frauen weder arbeiten noch verreisen, ja nicht einmal den Universitätscampus verlassen. Das sei aber mit dem Islam nicht begründbar. Die Politiker haben immerhin den Eingang der Petition bestätigt!

Kinderehen

Human Rights Watch hat Malawi aufgerufen, Kinderehen zu verhindern. Statistisch heiratet jedes zweite Mädchen vor dem 18. Lebensjahr, oft schon mit neun oder zehn Jahren. Malawi hat eine entsprechend hohe Zahl von an Geburtskomplikationen sterbenden Frauen. Zwar heiraten nur 1,2 Prozent der Jungen unter 15 Jahren, aber 12 Prozent der Mädchen. Und sie heiraten oft wesentlich ältere Männer. Arme Familien sehen in der Verheiratung der Töchter einen Ausweg aus ihrer Not.

Gewalt gegen Frauen in Deutschland
Gewalt erleben Frauen auch bei uns. 40 Prozent haben seit ihrem 16. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt, 13 Prozent sogar strafrechtlich relevante Formen sexueller Gewalt. 42 Prozent erlebten psychische Gewalt wie Einschüchterung, Verleumdung, Psychoterror. Die Gewalt wird überwiegend durch Partner oder Expartner ausgeübt. Die Gewaltanwendungen haben körperliche und psychische Beschwerden hinterlassen und Brüche in die gewohnten Lebensbezüge gebracht. Erschreckend ist auch, dass viele Betroffene nicht darüber gesprochen haben. Dabei brauchen die Frauen professionelle Unterstützung!
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