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Nazis in Griechenland und anderswo | Drucken |  E-Mail
Ernst Kochanowski   
01.01.2014
Solidaritätskampagne für den Antifaschisten Thanasis Koukoulas.
Im Gefolge der großen kapitalistischen Krise(n) erhebt der Faschismus sein gemeines Haupt, und überall in Euroland feiert das Völkisch-Rassistische wieder fröhliche Urständ.

Mal als „populistisch“, mal als „wertkonservativ“, so oft es grad mal geht, sehr verharmlosend beschrieben, hat es längst die Reihen der Ewiggestrigen verlassen und ist in vielen Bereichen der Gesellschaft angekommen.
Noch gelingt so manchen von uns – auch in der radikalen Linken – dies zu verdrängen.
Besonders auffällig ist diese „Zweckblindheit" im Falle Ungarns. Die erschreckenden rassistischen Vorfälle in diesem Land werden von der Regierung Orban durch Gesetzesänderungen ermöglicht. Sie werden vom Regierungschef persönlich verbal angeheizt und durch Sondererlasse für Polizei und Nazibanden vorangetrieben.
Trotzdem wird diese Regierung auch von vielen Linken nur als „populistisch“ wahrgenommen. In Zusammenhang mit völkisch-nationalistischem und nazistischem Gedankengut wird dieses Wort falsch benutzt. Populistisch ist die bürgerliche Presse und Politik.
Nazis in Griechenland
Ganz anders ist aber das Wissen um nazistische und rassistische Umtriebe im Falle Griechenlands.
Bei vielen Menschen in Europa wird das, was in Griechenland von der EU, besonders aber von der Bundesregierung – ja, mensch kann sagen – verbrochen wird, als exemplarisch gesehen.
So wird vieles von dem, was in Griechenland geschieht, in anderen EU-Staaten mit Aufmerksamkeit verfolgt. Auch der Aufstieg der „Goldenen Morgenröte“ (Chrysi Avgi) wird spätestens nach dem Mord an dem Musiker Pavlos Fyssas selbst in bürgerlichen Kreisen mit großer Sorge betrachtet.

Hatte Chrysi Avgi 2009 nur 500 Mitglieder und nur 0,2 % der Stimmen bekommen, waren es 2012 bereits 4.000 Mitglieder und 7 % der Stimmen.
Da diese Nazipartei  typischerweise für „Recht und Ordnung“, aber nicht gegen die Umverteilung von unten nach oben eintritt, hat sie viele Gefolgsleute in der Polizei und in anderen Staatsorganen.
Und genauso typischerweise erfolgt ihre Bekämpfung von Staats wegen in der Regel nur verbal und halbherzig. Dies ist jedoch kein Alleinstellungsmerkmal des griechischen Staates, wie u. a. der in München stattfindende NSU-Prozess zeigt.

Da Rassismus eine der Grundlagen der Rechten ist, ist auch die „Goldene Morgenröte“ unermüdlich bei der Hetze gegen MigrantInnen. Deshalb sind ihnen die GenossInnen, die sich um diese Allerärmsten kümmern, welche alles – sogar ihr Zuhause – verloren haben, ganz besonders verhasst.
So sind die FaschistInnen gerade dabei, antirassistische AktivistInnen durch haarsträubende Anschuldigungen mit Prozessen zu überziehen.
Der Antifaschist Thanasis Kourkoulas
Einer dieser engagierten Genossen ist der Lehrer Thanasis Kourkoulas. Er ist der Motor der Bewegung „Rassismus ausweisen“.
An einer Sonntagsschule unterrichtet er MigrantInnen in griechischer Sprache. So können diese leichter an Papiere und Arbeit kommen. Dass dies den Nazis ein Dorn im Auge ist, versteht sich von selbst.
So hat eine Person dieser braunen Bande Thanasis angezeigt, vor vier Jahren einer „Gruppe von mit Baseballschlägern bewaffneten Männern“ befohlen zu haben, ihn anzugreifen.
Der Prozess gegen Thanasis Kourkoulas begann in Athen am 16.12.2013. Die Solidarität mit Thanasis ist eine Pflicht.

Bitte unterstützt den unten dokumentierten Aufruf zur Solidarität mit Thanasis Kourkoulas mit Eurer Unterschrift und verbreitet ihn weiter!

Einstellung des Verfahrens gegen Thanasis Kourkoulas!
Keine Kriminalisierung von Antifaschisten und Antirassisten!
Ein europäischer Aufruf


Wir fordern die sofortige Einstellung des Verfahrens gegen Thanasis Kourkoulas, Mitglied der Organisation „Rassismus ausweisen“!

Den Versuch der Kriminalisierung von antifaschistischen und antirassistischen Aktivitäten verhindern! Thanasis Kourkoulas, Mitglied der Bewegung „Rassismus ausweisen!“ und Aktivist der antifaschistischen und antirassistischen Bewegung, soll vor der 4. Kammer des Schöffengerichts (zuständig für persönliches Fehlverhalten) in Athen angeklagt werden. Anlass ist der provokative und verleumderische Vorwurf einer Person aus dem rechtsextremen Spektrum, die ihm vorwirft, er habe 2009 „eine Gruppe von Männern mit Baseballschlägern“ angewiesen, ihn anzugreifen.

Dieser Prozess ist Teil einer von den Neonazis in den letzten Jahren angezettelten Prozesswelle, die darauf abzielt, Individuen und Organisationen, die sich öffentlich dem kriminellen Treiben der Banden der „Goldenen Morgenröte“ und ihrer Kollaborateure in den staatlichen Apparaten entgegenstellen, ins Visier zu nehmen und einzuschüchtern.

Wir verurteilen aufs schärfste diesen Versuch, antifaschistische Aktivitäten zu kriminalisieren, und fordern die sofortige Einstellung des Verfahrens gegen Thanasis Kourkoulas. Nicht die AktivistInnen der antifaschistischen Bewegung gehören ins Gefängnis, sondern die Nazis von der „Goldenen Morgenröte“!

Nie wieder Faschismus!

Der Aufruf als PDF, zum Unterschreiben und Weiterleiten.


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