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Bernd Brosius:
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122 Seiten, 12 €
ISBN 978-3-89900-122-8
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Frauen-Kurzmeldungen Dezember 2013 | Drucken |  E-Mail
Barbara Schulz   
26.12.2013
Frauen-Kurzmeldungen Dezember 2013
Erfolg! ?
Im September 2013 hatten 42,1 Millionen BundesbürgerInnen einen Job! Zum ersten Mal seit der „Wiedervereinigung“ wurde die 42-Millionen-Grenze überschritten.


Allerdings – 1991 wurden 52 Milliarden Arbeitsstunden geleistet, 2012 49 Milliarden. Während damals etwa 16 % der Beschäftigten Teilzeit arbeiteten, sind es inzwischen 35%. Jede zweite Frau hat eine Teilzeitstelle, aber nur 18 % der Männer. Dabei ist diese Teilzeitarbeit nur bedingt freiwillig, 40 % der Frauen mit einer versicherungspflichtigen Teilzeitstelle möchten mehr arbeiten, unter den Minijobberinnen sind es sogar 60 %.

Bei der hohen Zahl der Beschäftigten ist zu bedenken, dass nach Definition der Internationalen Arbeitsorganisation ILO jede/r, die/der eine Stunde in der Woche einem Erwerb nachgeht, als erwerbstätig gilt.

Es steigt aber auch die Zahl der Menschen, die sich gestresst fühlen, ebenso steigen die psychischen Erkrankungen.
Eingeschränkte Sicht
Wieder einmal wurden die Geburtenzahlen der Frauen in der Bundesrepublik statistisch erfasst. So war 2012 jede fünfte Frau zwischen 40 und 44 Jahren kinderlos, in den westlichen Ländern war der Anteil mit 23 % höher als in den östlichen mit 15 %, Hamburg stand mit 32 % an der Spitze. Seit 1997 hat sich die Geburtenziffer bei 1,4 Kindern eingependelt. Erstgebärende sind laut Statistik im Bundesdurchschnitt 29 Jahre alt. Frauen unterbrechen weiterhin ihre „Karriere“ für die Erziehungsphase.

Statistisch ist das Leben der Frauen sorgfältig durchforstet. Wie steht es um die Männer? Um ihr Zeugungsverhalten? Wie um die Väterarbeit? Wie um ihren Kinderwunsch? Lauter kaum geklärte Fragen.
Gewalt an Frauen
Lange Zeit haben wir bei Gewalt gegen Frauen an Beschneidung gedacht, das ist weiterhin ein zu lösendes Problem. Gegenwärtig häufen sich die Meldungen über Vergewaltigungen; über Kinderbräute geraten auch wieder besondere Formen der Körperverletzung ins Blickfeld: die Säureattacken.

In Indien häufen sich die Meldungen über Vergewaltigungen, es werden auch zuweilen Täter verurteilt. Es gibt Berichte von Gruppenvergewaltigungen, die von den Tätern wie Hobbies betrachtet werden. Als Angeklagte verhalten sie sich teilnahmslos, werden aber zunehmend verurteilt. In Indien nehmen aber auch die Säureattacken zu. Frauen, die sich dem Willen der Männer nicht bedingungslos fügen, müssen damit rechnen, mit Salz- oder Schwefelsäure attackiert zu werden. Salz- und Schwefelsäure gibt es in Haushaltsgeschäften als Putzmittel zu kaufen. Die Wirkung ist infernalisch, binnen Sekunden verätzt die Säure Haut und Gewebe bis auf die Knochen, oft sind auch die Augen betroffen. Auch wenn die Gesetze empfindliche Strafen androhen, ist das Problem nicht gelöst. Die Betroffenen meiden zumeist die Öffentlichkeit, weil ihr Aussehen zu schrecklich ist.
Hier bedürfte es eines Kulturwandels, das Strafrecht allein wird nicht viel ändern.
Ausbruch
Hoffnung kommt  auf bei jedem Versuch von Frauen, sich aus der Unterdrückung zu befreien.

Witwen haben in Kolkata, Indien, eine Durga Puja mitgefeiert. Eine Durga Puja wird zu Ehren der Göttin zehn Tage gefeiert. Durga, eine zehnarmige Kriegsgöttin, die aber, wie Hindugottheiten oft, höchst wandelbar ist, kann Gutes wie Böses bewirken. Die Witwen tanzten, sangen und feierten ausgelassen und brachen damit ein Tabu. Witwen sollen sich  zurücknehmen und selbst ihren Schatten von anderen Menschen fernhalten. Sie kamen aber aus ihren Ashrams, klosterähnlichen Zentren, wo sie von Stiftungen, Almosen und kleinen Einnahmen aus Gottesdiensten leben. In diesem Jahr haben einige in Kolkata wieder am Leben teilgenommen.
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