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„Ohne Arbeitszeitverkürzung nie wieder Vollbeschäftigung“ | Drucken |  E-Mail
Pidder Lüng   
14.07.2013
Das war der Titel einer Veranstaltung, zu der an einem sonnigen Freitagabend – am 7. Juni 2013 – mehr als 40 Gäste in das Hamburger Gewerkschaftshaus gekommen waren.

Eingeladen hatte eine Arbeitsgruppe von Kolleginnen und Kollegen aus den Gewerkschaften ver.di, IG-Metall und IG BCE. Als Referent kam aus Berlin Prof. Mohssen Massarat, der zusammen mit Prof. Heinz-J. Bontrup, Margareta Steinrücke und etwa 100 weiteren einen offenen Brief unter diesem Motto mit veröffentlicht hatte.

In einer ausgiebigen und lebhaften, teils auch kontroversen Diskussion wurden verschiedene Aspekte einer möglichen Forderung nach der 30-Stunden-Woche erörtert. So zum Beispiel, dass Lohn- und Personalausgleich unbedingt dazu gehören. Auch die Schwierigkeiten, in den Betrieben die Beschäftigten für diese Forderung zu begeistern. Oder die Frage, wie das Thema angegangen werden solle: Als Tarifforderung oder von vorneherein an- gelegt als eine Kampagne in der gesamten Breite der Gesellschaft (was Tarifforderungen einschließt).

Überwiegend wurde sehr praxis- und handlungsorientiert diskutiert, was nicht verwundert, waren doch die meisten Gäste aktive Gewerkschafter. Etwas professoral und fremdartig mutete dabei die ernst gemeinte Erörterung an, ob es besser sei, die Arbeitszeit zuerst in den Ländern Südeuropas oder hierzulande einzuführen. Es wurde auch der – nachvollziehbare – Einwand laut, das Manifest und der offene Brief nähmen den speziellen Aspekt der Unterdrückung von Frauen und ihr spezifisches Verhältnis zur Arbeitszeit nicht auf. Die daraufhin ausgesprochene Einladung an die Teilnehmerin, sich an der Weiterentwicklung des Textes in diesem Sinne zu beteiligen wurde dann nicht angenommen. Eine verpasste Gelegenheit?

Beispiele zeigten, dass es um das Thema Arbeitszeitverkürzung lange nicht so still ist, wie wir vermutet hatten. Der Vertrauensleutekör- per der Honeywell-Bremsbeläge GmbH hatte in der IG BCE einen Antrag auf den Weg gebracht, der von den Hamburger Delegierten einstimmig verabschiedet worden war. In ver.di gibt es sogar einen Beschluss des Gewerkschaftstages.

Gewerkschafter wissen, was von solchen Beschlüssen zu halten ist: Oft genug ist es um den Beschluss nach seiner Verabschiedung in der gewerkschaftlichen Organisation seltsam still. Andererseits eröffnen Beschlüsse den Spielraum, um tat- sächlich etwas von unten zu bewegen. Der kann genutzt werden, zum Beispiel mit der Einrichtung solcher Arbeitsgruppen und mit solchen Diskussionsveranstaltungen. Das ist immerhin ein Anfang.

Eine der wichtigsten Bemerkungen wurde von einem Teilnehmer ganz zum Schluss geäußert: Es ist möglich, aus ganz verschiedenen Gründen für Arbeitszeitverkürzung zu sein. Darauf kommt es nicht an. Sondern darauf, bei aller Unterschiedlichkeit der Analysen und Motive die Bewegung dafür praktisch und mit dem nötigen langen Atem voranzubringen.

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