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Die Revolutionäre 1. Mai-Demo in Berlin: Ein Streckenziel erreicht! | Drucken |  E-Mail
Paul Brandt   
01.06.2013
Der Verlauf des 1. Mai 2013 hat innerhalb der radikalen Linken in Berlin zu großer Freude geführt.

Neben der offiziellen 1. Mai-Demonstration des DGB gibt es in Berlin noch die Revolutionäre Mai-Demonstration am Abend.
Während bei der DGB-Demonstration überwiegend Gewerkschaftsmitglieder aus den Betrieben und Verwaltungen teilnehmen, trifft sich die revolutionäre Linke an solchen Tagen in der Regel zweimal. Es gibt eine klassenkämpferische Abteilung als abschließenden Block auf der DGB-Demo, was an sich schon ein Erfolg ist, wenn der DGB die organisierte radikale Linke bei dem Event mitmarschieren lässt. Und dann die eigene Demonstration um 18.00 Uhr.

Diese Revolutionäre 1. Mai-Demonstration wurde in diesem Jahr nicht von den Polizeikräften gestoppt und aufgelöst, sondern erreichte ihr Ziel vor dem Brandenburger Tor.
Noch im letzten Jahr stoppten die Repressionskräfte den revolutionären Demo-Zug in Höhe des Jüdischen Museums und kesselten stundenlang die DemonstrantInnen in abgeriegelten Straßenzügen ein.
Auch 2012 sollte es raus aus Kreuzberg, rein in den Bezirk Mitte zu den Regierungsinstanzen der kapitalistischen Herrschaftsverwaltung gehen.

In diesem Jahr gelang es durch eine kluge Vorbereitung und durch solidarische Absprachen zwischen den beteiligten OrganisatorInnen – hier vor allem den NAO-Gruppen, ARAB (Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin) und dem Klassenkämpferischen Block – das Streckenziel und, wichtiger noch,  die bewusste politische Ausrichtung der Demonstration zu erreichen.
Die Spitze des Demonstrationszuges wurde von griechischen Kolleginnen und Kollegen, Mitgliedern des NAO-Prozesses, ARAB und klassenkämpferischen GewerkschafterInnen gestellt.
„Gemeinsam gegen Krise und Kapital“
Unter der Losung „Gemeinsam gegen Krise und Kapital! Solidarität mit allen gegen die Krise Kämpfenden in Europa!“ nahmen etwa 16.000 bis 20.000 Menschen an dem Demonstrationszug teil. Auch KollegInnen der Gewerkschaftsjugend von ver.di und der GEW beteiligten sich mit einem Lautsprecherwagen und AktivistInnen daran. Und man traf gelegentlich KollegInnen, die sich ansonsten nur an der offiziellen 1. Mai-Demo des DGB beteiligten. Dieses Vorgehen und ein solidarisches Auftreten der unterschiedlichen Gruppen zwang die Polizeikräfte zur Zurückhaltung. Es wäre nicht so leicht für den Senat gewesen, die KollegInnen aus Griechenland und ältere KollegInnen aus der Gewerkschaftslinken zusammenzudreschen.

Allerdings sollte man sich auch nichts vormachen: den massiven martialischen Polizeikräften hätte die Demo nichts an materieller Gewalt entgegensetzen können. Kleine Scharmützel vermeintlicher Autonomer ereignen sich immer mal wieder. Sie bringen den Kapitalismus nicht zu Fall, sie jucken ihn nicht mal.
Wenn es jedoch gelingen sollte, ein Bündnis aus den entschlossensten kämpferischen antikapitalistischen Kräften, den AktivistInnen aus Betrieben, sozialen Bewegungen, den Ausgegrenzten und Prekarisierten zu bilden, kann eine politische Dynamik und Kraft entstehen, die sich den alltäglichen Angriffen des Kapitals zur Wehr setzen könnte.

Die Demonstration war ein politischer Erfolg, besonders innerhalb der revolutionären Linken. Daraus nun aber abzuleiten, dass daraus eine neue antikapitalistische Organisation entstehen könne, wäre vorschnell gemutmaßt. Zu unterschiedlich sind noch die Vorstellungen einer Alternative zum Kapitalismus und der Konzeptionen über den Weg dorthin.
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