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Autokrise | Drucken |  E-Mail
Korrespondet Wiesbaden   
28.04.2013
Vorstellung des Buches von W. Wolf „Verkehr, Umwelt, Klima: Die Globalisierung des Tempowahns“ im Frankfurter Club Voltaire.

Im Jahre 2013 werden bei zunehmendem Trend 100 Millionen PKW gebaut werden. Die PKW-Produktion verschiebt sich von Mitteleuropa nach Osteuropa und Asien (China, Südostasien, Indien). Einige europäische und US-amerikanische Autokonzerne bleiben dort aber Marktführer, wie zum Beispiel VW in China.

Gleichzeitig sinkt das Absatzniveau für PKW in der EU aufgrund von Verarmung und Verschuldung der privaten Haushalte. In der EU sind die Konzerne Renault, PSA (Citroen, Peugeot), Opel, GM, existentiell gefährdet –  unter anderem, weil sie keinen Markt in China haben. Dagegen sind in Deutschland die „Premium-Marken“ Mercedes Benz, Audi, BMW wirtschaftlich stabil. Die Luxusklassen werden extrem ausgebaut, was auch mit der Spaltung der Gesellschaft in Superreiche und Arme zu tun hat.
Die Autoindustrie ist keine Jobmaschine
Trotz Zunahme der Produktion bei einigen Konzernen nahm die Zahl der Arbeitsplätze wegen zunehmender Automatisierung nicht zu. In der Krise 2008/2009 waren die Autokonzerne GM und Chrysler pleite. Zu ihrer Rettung wurden 35 Milliarden Dollar aufgebracht. Die Zahl der Beschäftigten sank trotz Rettung um 50 % und ihre Löhne um 40 %. Im kapitalistischen Wirtschaftssystem werden die Gewinne der Autoindustrie privatisiert und die Verluste sozialisiert. Der Wirtschaftsboom der Schwellenländer, die dem Modell der westlichen Industrieländer folgen, führt zu riesiger Umweltzerstörung und Beschleunigung des Klimawandels.

Der PKW-Verkehr fordert in China 100.000 Menschenleben pro Jahr, weltweit sind es eine Million.
Obwohl die Schäden, die dieses Verkehrssystems verursacht, gigantisch sind und weitestgehend vermeidbar wären, stehen die Profitinteressen des Weltkapitals einem Umbau im Wege. In Autoindustrie und ölverarbeitender Industrie sind 30 % des Weltkapitals gebunden. Dieser Anteil steigt jährlich.
Alternativen
Der Umstieg auf Elektroautos ist ein PR-Gag von Industrie und Politik. Die Umsetzung eines solchen Projekts ist technisch nicht machbar und unsinnig. Neue Trends wie die Liberalisierung des Busverkehrs gegen die Bahn sind kontraproduktiv.
Eine neue Art von Mobilität ist notwendig, zum Beispiel:
  • Vermeidung von Verkehr und von Transporten durch regionale Wirtschaftskreisläufe
  • kürzere Wege zwischen Arbeiten und Wohnen
  • Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
  • Modellstädte: Wohnen ohne Auto
  • Flächen-Bahn, keine Priorität für Schnellstrecken, integraler Taktfahrplan wie in der Schweiz.
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