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Frauen-Kurzmeldungen Februar 2013 | Drucken |  E-Mail
Barbara Schulz   
28.02.2013
Erfreulich?

Fast ist mensch bereit, die Sicherung von fünf Frauenhäusern in Hamburg als positiv zu sehen.
Positiv ist, dass in den nächsten Jahren in die Sanierung investiert wird, für 2013 und 2014 immerhin 1,3 Millionen. Auch die Förderung mit jährlich 1.959.000 Euro bleibt, allerdings ohne jeden Inflationsausgleich oder gar Tarifzuschlag. Zeitgleich können 194 Personen aufgenommen werden, die durchschnittliche Auslastung beträgt 94,9 Prozent. Da bleibt kaum Platz für Notfälle.

Sträflich?
Das alles geschieht vor dem Hintergrund, dass Gewalt gegen Frauen auch bei uns nicht ungewöhnlich ist und es Frauen schwer gemacht wird, eine Tat anzuzeigen. Das zeigt die Äußerung einer Beamtin (Zitat aus der TAZ): „Es ist aber auch ein komisches Hobby, nachts im Minirock durch Neukölln zu laufen, oder?“ Der Überfall auf die anzeigende Frau hatte sich in einem Innenhof ereignet. Rape Culture („Vergewaltigungskultur“) nennt mensch das auf Englisch. Vergewaltigungsmythen lassen sich googeln, und da finden sich höchst krude Darlegungen der Unschuld der Täter bei sexuellen Gewalttaten.
Pola Kinski, die 20 Jahre nach dem Tode ihres Vater versucht, den Missbrauch, den er mit ihr, seiner Tochter, getrieben hat, darzustellen, wird vorgehalten, dass sie das erst jetzt tut. Solange es keinen wirklichen Schutz gibt, erfordert es Mut, sich zu erklären.
Wenn Mord strafrechtlich nicht verjährt, warum verjährt Vergewaltigung?
Barmherzig?
In Köln wurden einer Frau  von zwei katholischen Kliniken Untersuchungen verweigert, obwohl sie sich in einer Notsituation befand. Begründet wurde das mit der  Verpflichtung, bei einer Vergewaltigung die „Pille danach“ anzubieten. Eine dritte  Klinik hat die Untersuchung vorgenommen. Die Frau hatte eine Gedächtnislücke, die auf K.O.-Tropfen schließen ließ, und ging von einem Missbrauch aus. Dass eine katholische Klinik eine Abtreibung verweigert, mag ja noch angehen, aber die Pille danach unterbricht keine Schwangerschaft, sie kann aber eine verhüten. Es  bedarf schon einer sehr bigotten Auffassung, wenn es gottgefällig sein kann, ein Kind nach einer Gewalttat austragen zu müssen.
Völlig unbeachtet bleibt, welche Traumatisierung schon die Abweisung hervorruft.
Irgendwie passt dazu auch, dass der Auftrag für die Untersuchung mit dem sperrigen Titel: „Längsschnittentwicklung des sexuellen Missbrauchs“ vom Verband der Diözesen Deutschland VDD gekündigt wurde Das Institut, das Christian Pfeiffer vertritt, hätte vielleicht Grundsätzliches erforschen und veröffentlichen können. Es ist halt alles eine Ermessensfrage!
Unendliches?
Noch eine Anmerkung zur unendlichen Geschichte der Kinderbetreuung. Mensch kann gespannt sein darauf, was uns für Einfälle noch erwarten, wenn es um den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für die unter Dreijährigen geht. Vorschläge wie Vergrößerung der Gruppen, Vernachlässigung des Zustands der Räume, Verwandlung von Verkäuferinnen in Erzieherinnen durch Handauflegen - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ein Verhalten wie bei den drei Affen: Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen!
Bei der Zahl der Plätze hat der Osten der Republik einen ordentlichen Vorsprung. Zum 1.März 2012 gab es Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren in Prozent der Altersgruppe in

Sachsen Anhalt...............57,5
Sachsen...........................46,4
Berlin.................................42,6
Hamburg..........................35,8
Saarland ..........................22,1
Nordrhein-Westfalen......18,1.

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