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Bernd Brosius:
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122 Seiten, 12 €
ISBN 978-3-89900-122-8
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"Kommunistische Organisierung – alles andere ist Quark" | Drucken |  E-Mail
Paul Brandt   
01.02.2013
Unter diesem Titel lud die Berliner Gruppe Internationale KommunistInnen (Interkomms, IKs) am 2. Januar 2013 nach Berlin-Friedrichshain ein. Auf dem Podium dieses Treffens saßen neben den IKs Vertreter der Bremer Basisgruppe Antifa und der Sozialistischen Initiative Berlin. Die Veranstaltung war mit über 50 TeilnehmerInnen gut besucht und traf deren Interesse.

Die IKs engagieren sich wie die SIB im Projekt für eine Neue Antikapitalistische Organisation (NAO). Es gelingt ihnen, monatlich eine öffentliche Diskussionsveranstaltung mit guter Resonanz zu organisieren. Die Bremer Basisgruppe Antifa gehört zum „Ums Ganze – Bündnis“ und hat das Strategie-Papier „Die KommunistInnen und der Klassenkampf“ verfasst.

Die Veranstaltung wurde von einer Genossin der IKs gut moderiert und durch vier Fragen strukturiert:

  1.  Was ist das revolutionäre Subjekt einer gesellschaftlichen Umwälzung?
  2. Welche Rolle spielen soziale Kämpfe und Bündnisse für eine kommunistische Organisierung?
  3. Was unterscheidet tagespolitische Forderungen für unmittelbare soziale Verbesserungen von einer langfristig angelegten kommunistischen Politik?
  4. Warum mit SozialdemokratInnen / warum mit StalinistInnen zum Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gedenken?


Um es dazu an dieser Stelle kurz zu machen: aus Sicht des Korrespondenten ging es den InitiatorInnen der alternativen Demonstration (Antideutsche Splitter und Jusos!) nicht um eine kritische Aufarbeitung der Geschichte, sondern um einen Spaltungsversuch der traditionellen Demonstration.

Im Verlauf der Beiträge wurden die Differenzen zwischen der SIB und IKs einerseits und der Bremer Basisgruppe andererseits deutlich. SIB und Interkomms betonten die letztendlich tragende Rolle der ArbeiterInnenklasse. Hier machten sich die Diskussionen der Sommerdebatte des NAO-Prozesses zu einem umfassenderen Verständnis des Klassenbegriffs bemerkbar. Die Bremer Gäste kamen dabei ins Schwimmen.

Hier wurde klar, wie sehr sie von organisierter betrieblicher und gewerkschaftlicher Arbeit entfernt zu sein scheinen. Bei Lohnkämpfen käme es z. B. nicht so drauf an, ob es zwei Prozent mehr gäbe oder nicht, schließlich würden diese Kämpfe nicht die Frage der Revolution stellen.

Hier gehen sie nicht ausreichend auf die soziale Lage der ArbeiterInnenklasse ein und greifen überhaupt nicht auf die Bedeutung von Lohnkämpfen in Zusammenhang mit der aktuellen Lage in Europa und einer möglichen Klassenkampfdynamik. Insgesamt verlief die dreistündige Veranstaltung solidarisch, die Diskussion mit dem Publikum hätte etwas mehr Zeit haben können. Eine Fortführung der Debatte wäre sinnvoll.


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