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Frauen-Kurznachrichten 12/2012 | Drucken |  E-Mail
Barbara Schulz   
11.01.2013
Frauen-Kurznachrichten

Frauen Zahlen

Aus der TAZ vom 17./18. 11.2012 hier ein paar Zahlen!
Anteil der Männer:

  • Bundestag 67%
  • Chefärzte 92%
  • Professoren 81%
  • Richter 67%
  • Aufsichtsräte 85%
  • Alleinerziehende 10%

Es gibt viel zu tun!

Unendliche Geschichte
Die unendliche Geschichte von Kinderbetreuung und Betreuungsgeld kann ruhen. Der Beschluss, vom 1. August 2013 an ein Betreuungsgeld von 100 Euro, vom Beginn des Jahres 2014 von 150 Euro, zu zahlen, wenn keine öffentliche Erziehungseinrichtung für die Ein- und Zweijährigen genutzt wird, ist getroffen. Die kleinen Zugaben, das Geld auch für Altersvorsorge oder Ausbildungssparen verwenden zu dürfen, haben die Koalition gerettet. Wie der gesetzliche Anspruch auf Betreuung in öffentlichen Einrichtungen gewährleistet werden soll, ist völlig offen. Mindestens 220.000 Plätze und 25.000 Erziehende zusätzlich müssen in etwa 8 Monaten zur Verfügung stehen. Es wird spannend, wie viele Klagen eingehen werden. Immer noch sehen viele - Institutionen wie Einzelne - die Teilhabe der Kinder an der gesellschaftlichen, Bildung fördernden Erziehung als den besseren Weg.

Frauenrechte sind Menschenrechte
Polen
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Polen als Staat zu der Zahlung einer Entschädigung von 45.000 Euro und 16.000 Euro für Prozesskosten verurteilt, weil Polen die damals 14-jährige Agata grausam behandelt und erniedrigt habe. Polen habe damit eine polnische Staatsbürgerin gehindert, von einem ihr gesetzlich zustehenden Recht Gebrauch zu machen.

Obwohl in Polen bei einer Vergewaltigung das Recht auf Abtreibung besteht, haben staatliche und kirchliche Stellen das abtreibungswillige, nach einer Vergewaltigung schwangere Mädchen durch Verweigerung und Abweisung drangsaliert. Buchstäblich am Tag vor dem Verstreichen der gesetzlichen Frist wurde eine Abtreibung vorgenommen.

Wir haben in der letzten Avanti darauf hingewiesen, dass in Polen erst kürzlich wieder versucht wurde, jeglichen Abort gesetzlich zu untersagen, denn ein Kind sei immer eine „Gabe Gottes“ und stehe über dem Leben der Mutter.

Irland
In Dublin haben etwa 10.000 Menschen, in ganz Irland etwa 30.000, dafür demonstriert, dass wenigstens bei Gefahr für das Leben der Mutter eine Abtreibung erlaubt ist. Irland hat ein absolutes Abtreibungsverbot. Die Demonstration erinnerte an den Tod einer junge Frau Ende Oktober.

Die Ärzte hatten sich geweigert, den Fötus zu entfernen, obwohl sie diagnostizierten, dass das Baby nicht zu retten sei. Aber solange sein Herz schlage, müssten sie abwarten. Das tote Baby wurde entfernt, die Mutter starb an einer Blutvergiftung! So kostet Bigotterie Menschenleben.

Auch hier hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschieden, dass Irland gesetzlich regeln muss, dass ein Abbruch bei Gefahr für das Leben der Schwangeren möglich ist. Die Regierenden beraten.

Glückwunsch
Alice Schwarzer begeht am 3. Dezember 2012 ihren 70. Geburtstag. Bei aller Kritik: Glückwunsch, Glückwunsch für eine Frau, die einen großen Anteil an der so genannten zweiten Frauenbewegung hat.

Sie war Teil der Stern-Aktion: „Wir haben abgetrieben“, die durch die massenhaften Selbstanzeigen die Debatte über den Schwangerschaftsabbruch richtig in Gang gebracht hat. Sie hat sich immer wieder mit „dem kleinen Unterschied und seine(n) großen Folgen“ auseinandergesetzt. Sie hat sich aber ihre Nische – na, Nische ist hier nicht ganz richtig - im Kölner Bayenturm geschaffen und sich mit dem Bundesverdienstkreuz auszeichnen lassen.

Eine Theoretikerin ist sie nicht mehr geworden, aber mensch sollte nicht a-historisch sein, für die Anfänge der Frauenbewegung der siebziger Jahre hat sie ihre Verdienste! Also: Große Marzipantorte in Lila!

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