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Frauen in Bewegung (11/2012) | Drucken |  E-Mail
Barbara Schulz   
25.12.2012

Frauenkurzmeldungen November 2012

Immer wieder versuchen Reaktionäre, das Recht von Frauen auf Selbstbestimmung über ihren Körper, aber auch über ihren Verstand zu beschneiden.

Polen
Auch in Polen hat sich das Parlament in der Verschärfung des schon sehr eingeschränkten Rechtes auf Abtreibung geübt. Abgeordnete der regierenden Bürgerplattform stimmten mit der rechtsnationalen Opposition dafür, auch bei Vergewaltigung oder diagnostizierter Schädigung des Fötus die Abtreibung zu verbieten. Die Macht der katholischen Kirche verhindert durch moralischen Druck auch legale Abtreibungen, weil Ärzte dem nachgeben. Es blüht der „Abtreibungstourismus”; etwa nach Kaliningrad, die Ukraine oder Slowakei. Die illegalen Abtreibungen werden auf 200 000 pro Jahr geschätzt.
Pakistan
Malala Yousufzai befindet sich in Birmingham/Großbritannien im Krankenhaus. Sie wurde aus dem Schulbus herausgeholt und von Taliban in Kopf und Schulter geschossen. Das 14 jährige Mädchen hatte über Ereignisse im Swat - Tal gebloggt und trat für die Schulbildung der Mädchen ein. Laut Frankfurter Rundschau erklärten die Taliban : „Wenn irgend jemand glaubt, wir hätten Malala wegen des Themas Erziehung als Ziel ausgesucht, dann irrt er sich. Sie wurde ausgesucht, weil sie eine Pionierrolle in der Verbreitung des Säkularismus und der so genannten erleuchteten Mäßigung spielt. Wer immer in der Zukunft das Gleiche macht, wird von der TTP (Tehrik-i-Taliban Pakistan) ebenfalls umgebracht.” Es gab Proteste und Solidaritätsbekundungen im Land, sowie eine weltweite Unterschriftensammlung.
Das Spezialkrankenhaus in Birmingham wies vermeintliche Angehörige als Besucher zurück, denn die Todesdrohung besteht weiter. Malala soll sich auf einem guten Weg befinden.
Auf den Taliban, der sich zu dem Anschlag bekannt hat, setzte der Innenminister ein hohes Kopfgeld aus.
Einschüchterung gelingt in einer patriarchalen Gesellschaft gerade gegenüber den Frauen, für die der pater familias die Verantwortung trägt. Machtausübung unter dem Deckmantel religiöser Forderungen ist leichter durchzusetzen.
Deutschland
Hierzulande wird mit allerlei Zuwendungen versucht, die Geburtenzahlen zu erhöhen. Die Studie „Zukunft mit Kindern” zeigt aber z.B. auf, dass besonders Frauen Zeit für Kinder und Beruf und Privatleben wollen. Dazu bedürfte es einer ganz anderen Politik; insbesondere ganz anderer Arbeitszeitmodelle.

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