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Der Skandal bei Nora in Weinheim: Breite Solidarität mit Helmut Schmitt! | Drucken |  E-Mail
Korrespondent Mannheim   
25.12.2012
In mehreren Ausgaben der ­Avanti haben wir schon über das Ausschlussverfahren aus dem Betriebsrat und die fristlose Kündigung des Betriebsrats Helmut Schmitt beim Bodenbelaghersteller nora systems GmbH in Weinheim berichtet. Nach dem gescheiterten Gütetermin am 23. August 2012 vor dem Arbeitsgericht in Mannheim, der von etwa 150 Personen und der Presse verfolgt wurde, geht der Kampf weiter.

Das Komitee „Solidarität mit Helmut Schmitt!”, das von GewerkschafterInnen und Betriebsratsmitgliedern aus verschiedenen Betrieben der Region gegründet wurde, ist die wesentliche Stütze von Helmut in dieser Auseinandersetzung und organisiert die Solidaritätsaktionen.

Erfolgreiches Solikonzert

Am 28. 9. 12 fand in Weinheim ein Solikonzert für Helmut statt, an dem rund 250 Menschen, darunter viele Kolleginnen und Kollegen von Nora Systems, teilnahmen und ihre Unterstützung zum Ausdruck brachten.

Die KünstlerInnen spielten, sangen und tanzten ohne Gage. Das kulturelle Programm war bunt gemischt. Neben Solidaritäts- und Arbeiterliedern (AlstomChor aus Mannheim) wurden auch internationale Chansons (Blandine Bonjour & Bernd Köhler), aktuelle kritische Lieder (Liedermacherduo „Unkraut” und Liedermacherin Jane Zahn) sowie Rockmusik (Rockband „Hot Mustard”) dargeboten. Eine Darbietung der besonderen Art war die Flamenco-Tanzgruppe „Alegria Flamenca” aus Weinheim.

Ergänzt wurde das Programm durch eine „Chronologie der Ereignisse", die, ausgehend von den Auseinandersetzungen im Jahr 2007 (Verhinderung des Verkaufs an einen Konkurrenten durch Betriebsblockaden) bis zum jetzt wieder geplanten Verkauf der Firma nora systems GmbH die Brücke schlug. Insgesamt war die Stimmung auf dem Solikonzert sehr kämpferisch.

Dem Solikomitee geht es darum, den „Skandal bei Nora” in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und über das gemeinsame Vorgehen von Geschäftsleitung und Betriebsratsmehrheit gegen Helmut Schmitt zu informieren.

Drohender Verkauf

Die Zustimmung der Betriebsratsmehrheit zur fristlosen Kündigung durch die Geschäftsführung und das von der Betriebsratsmehrheit initiierte Ausschlussverfahren aus dem Betriebsrat ist der eigentliche Skandal. Mit dieser gemeinsamen Vorgehensweise wird ein Exempel statuiert, wie bei nora systems GmbH mit kritischen Stimmen umgegangen wird, um die Belegschaft einzuschüchtern. Dadurch soll wohl erreicht werden, den neuerlich geplanten Verkauf von Nora bis zum Jahresende 2012 ungestört abwickeln zu können.

Dass in diesem Zusammenhang mit massiven Einschnitten für die Belegschaft zu rechnen ist, deutet auch die plötzliche Kündigung des bisherigen Vertriebschefs mitten im Verkaufsprozess an. Das ist ein bemerkenswerter Vorgang, der die Alarmglocken noch lauter läuten lässt.

Im Übrigen gibt es bisher keinerlei Initiative der Betriebsratsmehrheit, um die bestehenden Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge abzusichern sowie Kündigungen langfristig auszuschließen. Dies alles hatte der Betriebsrat beim Verkaufsprozess im Jahr 2007 aufgrund der damaligen Belegschaftsaktionen (Torblockaden) noch durchgesetzt. Das den Interessen der Geschäftsleitung untergeordnete Verhalten der Betriebsratsmehrheit spricht für sich.

Vor diesem Hintergrund ist es besonders wichtig, dass Helmut bei dem im November anstehenden Kammertermin beim Arbeitsgericht gewinnt und möglichst schnell wieder in den Betrieb zurückkommt. Unterstützt Helmut Schmitt und kommt zur Verhandlung vor dem Arbeitsgericht am Donnerstag, den 15. 11. 2012, um 8:30 Uhr, 68159 Mannheim, E 7,21, Saal 3/EG!

Komitee „Solidarität mit ­Helmut Schmitt!”
c/o Martin Huhn
Ludwig-Richter-Str.
6
68163 Mannheim
E-Mail:
http://www.gegen-br-mobbing.de

Solidaritätskonto:

Maria Rigot
Konto-Nr. 356 412 752
Postbank Karlsruhe
BLZ 660 100 75
Kennwort „Solihelmut”

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