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Frauenmeldungen 05/2012 | Drucken |  E-Mail
B. S.   
14.05.2012

Wenn unter Frauen immer wieder eigentlich von Kindern geschrieben wird, so rechtfertigt sich das damit, dass in dieser unserer Gesellschaft Kinder immer noch weitgehend in das Ressort der Frauen fallen.

Kinderbetreuungsquoten
Zwar stammen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes vom 1.3.2011, aber wirklich geändert hat sich wenig. Im Sommer 2013 gibt es einen Rechtsanspruch auf Betreuung der unter Dreijährigen. Es fehlen aber heute noch etwa 230 000 Plätze, um die angestrebte Quote von 35 Prozent zu erreichen. Für Ostdeutschland – die fünf Bundesländer und Berlin – war die Quote übererfüllt, aber kein westdeutsches Bundesland erreichte sie. Spitzenreiter war Hamburg mit 32,4 Prozent, Nordrhein-Westfalen dümpelte bei 15,9 Prozent.

Nun wird am Rollenmuster gearbeitet. Irgendwie könnte „der starke Mann“ als Erzieher frischen Wind in die Kitas bringen. So wird der Erzieher, männlich, zum Alleskönner stilisiert. Notwendig wäre aber ein verändertes Bild der Geschlechterrollen. Und eine bessere Bezahlung!
Sorgerecht
Die Bundesregierung plant, das Sorgerecht für Väter unehelicher Kinder zu stärken. So soll laut Frankfurter Rundschau das Familiengericht auch gegen den Widerstand der Mutter das Sorgerecht zuerkennen können, „wenn dies dem Kindeswohl nicht widerspricht“. Wenn diesem Recht auch eine Pflicht gegenübersteht, könnte sich insofern etwas bewegen, weil deutlich wird, dass Kinder Eltern haben, nämlich Mutter und Vater.
Eine nette Anmerkung ist in diesem Zusammenhang eine Aufforderung von Frauen, u. a. Gesine Schwan und Laura Sophie Dornheim (Piraten) an Sigmar Gabriel (52), der seit dem 10.4. mit seiner Lebensgefährtin Anke Stadler (35) eine Tochter hat. Er möge die Chance wahrnehmen, „als Vorsitzender der SPD das Leitbild einer partnerschaftlichen Familie wirksam vorzuleben.“
Bildungspaket
Seit einem Jahr gibt es das Hartz-IV-Bildungspaket und natürlich ist es ein Erfolg! Immerhin haben 54 Prozent der berechtigten Familien Unterstützung beantragt. Es sind aber laut Umfrage 71 Prozent über die Leistungen des Bildungspaketes „gut“ informiert, allerdings nur 57 Prozent der migrantischen Familien. Am häufigsten werden Zuschüsse für Mittagessen und Klassenfahrten beantragt. Zur Unterstützung bei Musikschulen und Vereinsmitgliedschaften, etwa in Sportvereinen, wurden 2011 sechs Millionen Euro ausgegeben, d. h., 50 000 Kinder von 2,5 Millionen konnten den 10 Euroschein im Monat für ein Jahr nutzen.

Wie sparsam! Frau von der Leyen hat ausgerechnet, dass das aufgewandte Geld für eine Erhöhung der Hartz-IV-Sätze für Kinder um 3,58 Euro reichen würde. „Das hätte gar nichts verändert“, sagt Frau von der Leyen. Und damit hat sie nicht einmal ganz unrecht. Da könnte es schon etwas mehr sein!

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