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Der internationale Tag der Arbeiterklasse im Iran | Drucken |  E-Mail
GenossInnen aus dem Iran   
30.04.2012
Den ersten Mai 2012 erleben die iranischen ArbeiterInnen unter den schwersten wirtschaftlichen Bedingungen und einer mittelalterlich anmutenden politischen Repression. Die prekäre Lage derwerktätigen Menschen in Iran ist das Ergebnis der über 30 jährigen Herrschaft der islamischen Republik in diesem Land.

Das islamische Regime behandelt die iranische Volkswirtschaft wie Kriegsbeute. Einzelne „Würdenträger“, hohe Militärs und Politfunktionäre des Regimes haben den iranischen Zoll, Telekommunikationssysteme, Transport, Import und Export unter sich aufgeteilt.

Doch neben dem Besitz von enormen Erdöl- u. Erdgasreserven, die dem Regime Jahr für Jahr Milliarden Dollar in die Kasse spülen, ist Iran ein Agrarland und verfügt über jahrhundertealte Handwerkstraditionen. Das herrschende Wirtschaftschaos bewirkt aber, dass Käse aus Holland, Hähnchen aus Deutschland, Plastik- u. andere Billigwaren aus China und importiertes Obst aus den Nachbarländern den iranischen Markt überfluten.

Es liegt auf der Hand, dass dieses unproduktive „Wirtschaftssystem“ die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen zerstört, die lohnabhängig sind und außer ihrer Arbeitskraft nichts besitzen. Auf Grund der vom Regime selbst im Frühjahr 2012 herausgegebenen Daten liegen Preissteigerungen und Inflationsrate für das laufende Jahr je nach Wirtschaftszweig zwischen 30% - 100% Prozent.Weiterhin aus offiziellen Angaben geht hervor, dass über 40% der iranischen Bevölkerung unter dem Existenzminimum lebt und die Arbeitslosenquote sich bei ca. 25% bewegt. Wir dürfen nichtVergessen: Diese Zahlen werden von den staatlichen Zensurbehörden „gefiltert“ herausgegeben, die tatsächliche Situation ist weitaus dramatischer!

Die iranischen ArbeiterInnen finden sich mit der im Land herrschenden Misere nicht ab und führen einen kontinuierlichen Kampf für die Veränderung der Verhältnisse. In keinem vergleichbaren Land gibt es so unterschiedliche Formen der Arbeiterproteste und Streiks wie in Iran. Unter den Augen der allgegenwärtigen staatlichen Kontrolle werden vom Regime unabhängige Betriebs- und Arbeiterräte gebildet, die Aktionen wie Fabrikbesetzung, Streiks und Protestmärsche bis zu den Regierungsstellen organisieren und durchführen. Die Proteste richten sich gegen Privatisierungsmaßnahmen, gegen das Ausbleiben der Lohnzahlungen, gegen die befristeten Verträge und Leihfirmen…

Für Ihren Einsatz zahlen die AktivistInnen der iranischen Arbeiterbewegung einen hohen Preis. Sie werden in den Betrieben, auf offener Straße oder zu Hause vor den Augen ihrer Familien verhaftet, sitzen jahrelang im Gefängnis und verschwinden oft spurlos von der Bildfläche.Um den Widerstand in den Reihen der kämpferischen Opposition zu brechen und in der Gesellschaft Angst und Schrecken zu verbreiten, greift das islamische Regime immer wieder aus den überfüllten Gefängnissen völlig unschuldige Gefangene heraus, verurteilt sie im Schnellverfahren zum Tod und lässt sie innerhalb der Gefängnismauern oder öffentlich hinrichten. Die Namen von einigen - auch im Ausland und im Internet – bekannten gefangenen Persönlichkeiten der iranischen Arbeiterbewegung, die in den Gefängnissen des Regimes gefoltert werden und vom Tod bedroht sind, seien hier stellvertretend für tausende unbekannte Gefangene erwähnt:

Mansour Ossanloo, Sharokh Zamani, Ali Nedjati, Reza Shahabi, Javid Hootan-Kia, Behnam Ebrahimzadeh, Mohammad Djarahi, Ebrahim Madadi, Rasool Badaghi…


Das folgende Zitat soll verdeutlichen, wie sehr bedroht die politischen Gefangenen in Iran sind. Im März 2012 veröffentlichte Amnesty International einen Sonderbericht über Iran. Dort heißt es u. a.:

„…Die iranische Regierung hat den Druck auf die Opposition erhöht und 2011 sind vier mal mehr Menschen hingerichtet worden als 2010…“

Der Herrschaft eines der blutrünstigsten Regimes unserer Zeit trotzend kämpfen die
ArbeiterInnen und andere Werktätigen in Iran für die Verwirklichung des Grundrechts auf die Selbstorganisierung der Arbeiterklasse.


Hoch die Internationale Solidarität
Nieder mit der islamischen Republik in Iran

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