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Der Castor kommt – Wir auch! | Drucken |  E-Mail
Linda Martens   
01.11.2011

Der Atomausstieg in Deutschland ist geschafft, und die Anti-Atom-Bewegung kann sich zur Ruhe setzen? Von wegen!

Abgesehen von den neun Kraftwerken, die noch etliche Jahre lang weiter laufen sollen, werden wesentliche Bereiche der Atomwirtschaft in Deutschland von dem „Ausstieg“ überhaupt nicht berührt.

Dies betrifft zum Beispiel die Urananreicherung für den Weltmarkt, die Forschung, die weiterhin die Atomenergie als Zukunftstechnologie behandelt, sowie die Exporte von Atomkraftwerken. Und nicht zuletzt die Verpackung, der Transport und die Lagerung von Atommüll. Mit dem Verschieben des Mülls von einem Ort zum anderen, dem Einpacken hier und dem Umpacken dort, sowie der Errichtung immer neuer „Zwischenlager“ wird die Lösung des Problems der Atommülllagerung lediglich simuliert. Damit wird eine weitere überflüssige Gefährdung der Bevölkerung in Kauf genommen, um dem Oligopol der Atomkonzerne die Profite zu sichern.

Dies gilt auch für den Transport von hoch radioaktivem Müll von der Wiederaufbereitungsanlage in La Hague in das offenkundig ungeeignete „Zwischenlager“ Gorleben. Daher unterstützt der RSB die Mobilisierung des breiten Bündnisses gegen den Castor 2011 und wird sich auch dieses Jahr aktiv am Widerstand beteiligen.

Voraussichtlich am Donnerstag, den 24. November startet der diesjährige Transport und könnte schon am Samstag, den 26. November vormittags am Verladekran in Dannenberg sein.
Auftaktkundgebung
Am Samstag, den 26. November mittags um 12:30 Uhr beginnt die Großkundgebung in Dannenberg. Der Kundgebungsplatz befindet sich in diesem Jahr auf einer Wiese vor der Ortschaft Nebenstedt. Ein wichtiger Ort für Information und Organisation ist die Esso-Wiese. Hier gibt es unter anderem warmes Essen, Getränke sowie eine Bettenbörse. Die Esso-Wiese liegt rund 900m vom Kundgebungsgelände entfernt.
Wer sich an weiteren Aktionen vor Ort beteiligen will, sollte allerdings schon am Donnerstag, den 24. November oder spätestens Freitag anreisen.
Sitzblockaden
X-tausendmal quer will wieder den Castor mit einer gewaltfreien Blockade der Transportstrecke aufhalten. Gesetze und Vorschriften, die nur den reibungslosen Ablauf des Castor-Transports schützen, werden hierbei nicht beachtet.
Das Camp von x-tausendmal quer in Gedelitz ist bereits am Donnerstag bezugsfertig. Dort besteht die Möglichkeit der Teilnahme an Infoveranstaltungen, Aktionstrainings sowie der Bildung von Bezugsgruppen, damit alle AktivistInnen gut vorbereitet an der Sitzblockade teilnehmen können

Ein ähnliches Konzept verfolgt die Aktionsgruppe WiderSetzen. Ihr Anlaufpunkt ist das Camp Hitzacker. Das erste Treffen dort findet voraussichtlich am Freitag, den 25. November um 19.00 Uhr statt. Um ein Gefühl für die Teilnahme an einer Sitzblockade zu bekommen, können die TeilnehmerInnen mit erfahrenen Trainern unter anderem auch deeskalierende Verhaltensweisen einüben.
Castor Schottern
Wie im vergangenen Jahr will die Kampagne Castor? Schottern! versuchen, die Schiene im Wendland unbefahrbar zu machen. In größeren Gruppen will sie zu der Transportstrecke vordringen und die Steine aus dem Gleisbett entfernen.
Südblockade in Berg/Pfalz
Doch nicht erst im Wendland soll der Castor aufgehalten werden. Bereits in Berg bei Karlsruhe wird es, voraussichtlich am Freitag, den 25. November, eine Sitzblockade auf den Schienen geben – die Südblockade. Im vergangenen Jahr hat die Südblockade den Castor auf eine Ausweichstrecke gezwungen. Nach der Blockade heißt es auch hier: ab ins Wendland!

 

TiPP!
Nähere Infos zu den Aktionen sowie viele wichtige Hinweise für die Teilnahme gibt es auf den Seiten des Bündnisses gegen den Castor 2011 unter www.gorleben-castor.de sowie auf den Seiten der am Bündnis beteiligten Akteur­Innen.
 

 

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