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ISBN 978-3-89900-122-8
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Frauen in Bewegung (09/2010) | Drucken |  E-Mail
Barbara Schulz   
01.09.2010
Sorgerecht? Sorgepflicht?
Die Forderung des Bundesverfassungsgerichts, das Sorgerecht der nichtehelichen Väter für ihre Nachkommen zu verbessern, sollte genauer betrachtet werden. Die Zahl der außerhalb der Ehe Geborenen betrug 2008 in Sachsen-Anhalt 64 %, über 49 % in Berlin bis zu 22 % in Baden-Württemberg. Wenn dem Sorgerecht auch eine Sorgepflicht gegenübersteht, müsste sich einiges ändern, denn die Alleinerziehenden sind immer noch zu über 90 % weiblich. Ebenso wird das Elterngeld nur von etwa einem Viertel der Väter genutzt, je besser ihre ökonomische Situation ist, umso eher. Allerdings beträgt die Elternzeit im Schnitt nur dreieinhalb Monate, bei einem Jahr für die Frauen. Unsere Hauptforderung muss das flächendeckende Betreuungsangebot sein, mindestens für Einjährige und darüber.
Interessant ist auch, dass die Erzieher­Innen im Osten besser ausgebildet sind als im Westen. 90 % haben einen Fachschulabschluss Erzieherin, im Westen sind es weniger als 70 %, die eine entsprechende Ausbildung haben, so eine Studie von Bertelsmann! Die Statistik räumt auch damit auf, dass Migrantinnen mehr Kinder bekämen, die zweite Migrantinnengeneration hat sich dem Gebärverhalten angepasst. Je höher der Bildungsgrad ist, desto weiter verschiebt sich der Kinderwunsch. Dabei spielt wahrscheinlich die Berufstätigkeit auch eine Rolle.
Ein-Kind-Politik
Chinas Ein-Kind-Politik erweist sich als problematisch. Wir haben schon mehrfach darauf hingewiesen, dass die vorgeburtliche Geschlechtsbestimmung und die Abtreibungsmöglichkeiten in einigen Ländern zu einem Ungleichgewicht der Geschlechter führen.  Schon für 2005 ergab eine offizielle Statistik für China bei den unter 20-Jährigen einen Überschuss von 32 Millionen Jungen, bis 2020 wird ein Überschuss von 50 Millionen erwartet. Für ein Viertel der Männer in Heiratsalter gilt, dass sie „guang guner“ – „nackte Äste“ werden. Forscher fürchten eine Destabilisierung der Gesellschaft. Ein Wandel gesellschaftlicher Akzeptanz ist ein langwieriger Prozess, wie mensch bei der Akzeptanz von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften in „aufgeklärten“ Gesellschaften sehen kann.
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