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Frauen in Bewegung (05/2010) | Drucken |  E-Mail
B. S.   
01.06.2010
Resozialisierung durch Traumatisierung?
Ende April berichtete die Frankfurter Rundschau von menschenverachtenden Zuständen in Vollzugsanstalten Nordrhein-Westfalens. Frauen wurden – und werden? – gefesselt zu gynäkologischen Untersuchungen, aber auch zur Entbindung überführt. Während der Entbindung kann oder muss – so in einem Fall belegt – der begleitende Vollzugsbeamte (männlich) anwesend sein, ob nur in Hör- oder auch in Sichtkontakt ist umstritten. Ebenso ist bestritten, dass Frauen gefesselt entbinden mussten, unbestritten ist, dass Frauen danach – auch nach einem Kaiserschnitt – wegen Fluchtgefahr ans Bett gefesselt wurden. Das Neugeborene wurde ihnen häufig sofort entzogen. Auch mangelhaft ausgebildetes Mitgefühl müsste erkennen, dass eine Schwangerschaft im Knast schon traumatisierend ist, aber Entbindung und Kindesentzug – natürlich „zum Wohle des Kindes“ – einen Menschen in tiefe Depression treiben kann.
Geburten
Die Geburtenzahlen gehen in der BRD zurück, 2009 um etwa 30 000, d. h. 3,6 %. Es wurden 2009 nur noch 651 000 Kinder geboren. Die Einwohnerzahl liegt nun wohl unter 82 Millionen. Geschuldet ist der Geburtenrückgang auch der abnehmenden Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter. Erschreckend ist auch, wenn sich die Hebammen aus ökonomischen Gründen immer weniger an den Geburten beteiligen und nur Vor- und Nachsorge betreiben. Das liegt auch an den rasant gestiegenen Summen für die Haftpflicht. Bei einem Einkommen von durchschnittlich 1 200 € im Monat ist eine Jahresprämie von ca. 4 000 € nicht zahlbar. Hausgeburten und Geburten in Geburtshäusern werden weniger und die Zahl der Kaiserschnittgeburten wird – weil planbar – ansteigen.
Genitalverstümmelung
Bewegung gibt es in einem anderen Bereich, über den wir schon oft berichtet haben. Langsam zeigen sich positive Folgen der ständigen Diskussionen über die Genitalbeschneidung von Mädchen. In Sierra Leone engagiert sich Rugiatu Turay mit Amazonian Initiative Movement (AIM), indem sie den Beschneiderinnen, die eine angesehene Stellung innehaben, Bildung – Lesen und Schreiben – anbietet im Austausch für die Rasierklingen, die Werkzeuge der Beschneidung. Gleichzeitig versucht sie, sich in der Aufklärung der Männer. Dabei benutzt sie aufklappbare Körpermodelle und demonstriert daran die Folgen des Eingriffs. Und es kommt immer häufiger vor, dass Imame, Pfarrer und Häuptlinge sich gegen die Verstümmelung der Mädchen einsetzen. Eine solche Aufklärungsarbeit, die Perspektiven eröffnet, landwirtschaftliche Kenntnisse und Bildung vermittelt, ist sicher wirksamer als Gesetze allein. Frau kann auch darauf stolz sein: „Ich kann jetzt meinen Namen schreiben“.
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