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Sara Fervor   
01.03.2010

Was haben die Städte Köln, Jena und Dresden gemeinsam? Aufgrund einer mittlerweile erprobten Blockadetechnik konnten die Naziaufmärsche verhindert werden. Wie in Dresden am 13. Februar 2010.

Mit einem triumphierenden Lächeln konnten alle erschöpften Antifaschist­Innen am Samstagabend nach Hause fahren. Den gesamten Tag über glich die Dresdener Neustadt eher einem Straßenschlachtfeld. Ab 9 Uhr waren Kundgebungen an den festen Blockadepunkten angemeldet und die insgesamt ca. 12 000 liefen nicht planlos durch die Stadt, sondern waren mithilfe von Karten, Infotelefon, Handyticker und dem ganztägigen Inforadio immer auf dem neuesten Stand. Doch hier spielten die Temperaturen übel mit. Viele verließen ihre Punkte und zogen umher, sodass letztendlich die meis­ten stets in Bewegung waren. Das konnte wiederum genutzt werden, um zum Beispiel eine spontane Kreuzungsblockade am Bischofsplatz zu errichten. Dieser stellte einen wichtigen Verkehrsknoten dar und diente auch als „Reiseroute“ für die Busse der Rechten, die dadurch aufgehalten werden sollten. Natürlich fuhr die Polizei mit Wasserwerfern vor und missachtete erneut die eigens verteidigten Gesetze. Deutlich wurde hier, dass die Polizei zwar stark vertreten war und auch ständig Streife durch die Straßen fuhr, um immer wieder auf brennende Mülltonnenblockaden zu stoßen, jedoch bedarf es auch einer ausgeklügelten Strategie, um so viele Menschen im Schach zu halten. Friedliche Blockaden sollten nicht geräumt werden, doch als sich die Verkehrs- und strategische Lage änderte, wurde der „gute Vorsatz“ schnell über Bord geworfen. Das Empfinden vom Ausmaß an Radikalismus und Militanz ist immer noch Sache der Polizei. Doch die­se schien sich Freund­Innen gemacht zu haben. Während einer DGB-Kundgebung am Adalbertplatz wurde sich bei eben dieser bedankt für den toleranten Umgang. Ganz klar steckt hinter diesem Vorgehen seitens der Polizei die Stadtpolitik. Denn auch diese möchte keinem Naziaufmarsch Jahr für Jahr Platz machen. Ihr Ziel war es, auf der Südseite der Elbe ein stilles und sinniges Gedenken zu veranstalten und keinen Skandal in der Neustadt entfachen zu lassen. Das scheint gelungen. Doch was sind unsere Ziele? Denen Stirn bieten, die uns im Alltag mit Rassismus und stolzem Nationalismus begegnen! Denen Stirn bieten, die das Bombardement von Dresden historisch verdrehen und nicht den Opfern, sondern den Tätern mit dem Ziel der Nachahmung gedenken. Am Ende des Tages zählt aber nicht nur, dass der Aufmarsch verhindert wurde, sondern auch die Außenwirkung und die Berichterstattung der bürgerlichen Presse. Diese setzte ihren Fokus auf die Menschenkette in der Altstadt und berichtete meist gar nichts über unseren erfolgreichen Kampf. Hier muss in den folgenden Jahren in Dresden und überall angesetzt werden. Denn ein antifaschistisches Bewusstsein kann sich nur aufbauen, wenn die Menschen nicht mithilfe der Medien von der Realität fern gehalten werden und kein Raum für eine eigene Meinungsbildung haben, um dann letztendlich selbst gegen rechts aktiv zu werden!

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