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Urenco Gronau stilllegen! | Drucken |  E-Mail
Korrespondent Gronau   
01.02.2010

Am 21.1.2010 wurde bei der Urenco, der Urananreichungsanlage in Gronau, ein 45jähriger Arbeiter verstrahlt. Er wollte Fässer reinigen. Aus einem Fass trat Uranhexafluorid aus, das hochgiftig und radioaktiv ist, und verseuchte den Arbeiter.

Gemäß der Pressesprecherin der Urenco hatten ihm zunächst Kollegen erste Hilfe geleistet. Die Irrfahrt durch verschiedene Krankenhäuser endete in einer Spezialklinik in Jülich. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Ein Notfallplan war bei dem Unfall nicht aktiviert worden.

Die Firma Urenco ist eine Holdinggesellschaft. Anteilseigner sind zu je einem Drittel: RWE und Eon, der britische Staat und der niederländische Staat. Die Urananreicherungsanlage beliefert Atomkraftwerke in aller Welt.
Urencomüll hilft mit bei der Verseuchung der Erde. Im russischen Sewersk rosten Tausende Fässer mit abgereichertem Uranhexafluorid unter freiem Himmel vor sich hin. Die Abfälle kommen u.a. von der Urenco aus Gronau. Die Züge sind ungesichert.
Spontaner Protest

Gronau hat 46 000 Einwohner­Innen. Seit 1985 besteht der Arbeitskreis Umwelt (AKU), der gegen die Urenco mobilisiert. Seit zwanzig Jahren findet monatlich ein Sonntagsspaziergang der AKW-GegnerInnen vor der Urenco statt. Am Freitag nach dem Unfall demonstrierten 35 Anti-Atom-Gegner­Innen vor dem Tor der Urenco, was live im Fernsehen kam. Am Samstag um 6 Uhr morgens warf Greenpeace mit einem Beamer ein 20 mal 30 Meter hohes Bild für den Atomausstieg an die Wand der Urenco. Am Sonntag organisierte der AKU eine Mahnwache vor dem Rathaus, an der 200 Menschen teilnahmen. Spontan fand nachher eine Demonstration durch Gronau statt, an der auch der DGB-Vorsitzende teilnahm. Er kritisierte die Firma Urenco, da sie sich nicht an die gesetzlichen Arbeitsschutzvorschriften halte. Ein Kollege von Ver.di forderte die sofortige Stilllegung der Urenco und Ersatzarbeitsplätze für die Beschäftigten, bezahlt durch E.on und RWE.

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