15 aufeinander aufbauende Infoabende zum Verständnis von „Das Kapital I“ von Karl Marx An 15 Diskussionsabenden wollen wir anhand des Marxschen Kapitals die Grundbegriffe der kapitalistischen Gesellschaft kritisch aufarbeiten. Dazu lesen wir die wichtigsten Stellen des Kapitals und diskutieren darüber. Wir treffen uns dienstags alle 2 Wochen im KuZe. Wann genau, dass erfährtst du aus dem Kuze-Kalender. Interesse? [mehr]
Infoabend zu den Protesten im Iran Am Mittwoch, 22.07. veranstaltet der RSB Potsdam im Buchladen Sputnik einen Infoabend. Eingeladen haben wir den AktivistInnen, die sich mit den politischen Verhältnissen im Iran bestens auskennen. Los gehts um 20.00 Uhr. [mehr]
Einladung zur Gründung eines Bündnis gegen die Krisen, 15.02. in Potsdam Der Kapitalismus steckt in seiner tiefsten Krise seit 1929. Die Profiteure dieses Systems werden versuchen, die Folgen der Krise auf unserem Rücken auszutragen. Wie wir das verhindern können, darüber wollen wir mit Euch diskutieren und zu einem handlungsfähigen Bündnis kommen, welches sich zur Aufgabe setzt, in der Krise mit linken Inhalten zu intervenieren und hörbar zu sein. [mehr]
SchülerInnenstreik und Demo in Potsdam am 12. November Am 12.11. findet ein bundesweiter Protest gegen die Misere im Bildungssektor statt. Zu diesem Zweck rufen in vielen Städten in Deutschland SchülerInnen-Bündnissen zu Demonstrationen auf. So auch in Potsdam. Um 9:00 Uhr ist der Treffpunkt auf dem Platz der Einheit. Von dort geht es gemeinsam zur großen Demo nach Berlin. [weiterlesen]
Veranstaltung zur Finanzkrise, 21.10.08, 19.00, eheml. "Al Globe" Sind Gewinnsucht und Fehlerverhalten einzelner ManagerInnen tatsächlich die Ursache für die aktuelle Finanzkrise? Wenn bereits die Pleite von ein paar Großbanken das weltweite Wirtschaftsystem fast zum Einsturz gebracht hätte, dann zeigt sich, auf welchen wackligen Beinen es steht. Über diese und weitere Probleme wollen wir mit Euch diskutieren. [weiterlesen]
Wenn Nazis marschieren, Widerstand organisieren! Am 13.09. und 20.09 finden in Potsdam Anti-Nazi-Aktivitäten statt. Am 13.09. gibt es eine Demo des KSDN-Bündnises und am 20.09. Blockadeaktionen gegen eine Kundgebung der DVU auf dem Luisenplatz. Kommt zahlreich und laut! Am 20.09. gibt es ab 9.00 Uhr Aktionen. Hier der Flyer des RSB Potsdam zum 13. und 20.
Infoabend zum Klimawandel: 23.07.08, 19.00 Uhr, Buchladen Sputnik
Der rapide fortschreitende Klimawandel ist die größte Umweltkatastrophe, die der Mensch je verursacht hat. Die Folgen werden weit verheerender sein, als ein einfacher Temperaturanstieg. Schon jetzt sind die Preise für Grundnahrungsmittel in den unterentwickelt gehaltenen Ländern um das Doppelte gestiegen. Täglich verhungern 100.000 Menschen – und diese Situation hat noch nicht einmal etwas mit dem Temperaturanstieg selbst zu tun. [weiterlesen]
Gegen den Verkauf der Deutschen Bahn!
2008 soll das Jahr der Privatisierung der Deutschen Bahn werden. Daran arbeiten Mehdorn und der DB-Vorstand schon seit etlichen Jahren. Mit dem Verkauf der DBAG aus der Staatshand an die Privatwirtschaft soll einer der größten ungehobenen Schätze Deutschlands für das Kapital ausbeutungs- und renditefähig gemacht werden. Gleichzeitig findet damit die größte Enteignungsaktion der letzten Jahrzehnte statt: Denn die Infrastruktur des Konzerns wurde von öffentlichen Geldern aufgebaut, also unseren Steuern! [weiterlesen]
Aktion gegen die Privatisierung der Deutschen Bahn Am 06. Februar 2008 haben wir in der Brandenburger Straße eine satirische Auktion von Strecken und Bahnhöfen der Deutschen Bahn für einen "Appel und 'nen Ei" veranstaltet. Dazu haben wir diesen Flyer verteilt. Hier kann du ihn auch als PDF-Datei runterladen.
Soli-Flyer zum GDL-Streik An bisher drei Streiktagen der GDL verteilte der RSB Potsdam vor dem Hauptbahnhof Potsdam zu den Stoßzeiten Flugblätter mit dem Titel "Volle Unterstützung für den Streik der LokführerInnen". Hier gehts zum vollständigen Text und zum Flyer.
Was ist und was will der RSB Potsdam Wir wollen nicht, dass die Welt so bleibt wie sie ist: Wir erleben die Ausbreitung von Massenarbeitslosigkeit und Armut in Europa. [mehr]
Thema: 15 aufeinander aufbauende Infoabende zum Verständnis von „Das Kapital I“ von Karl Marx Ort: Seminarraum im KuZe - Studentisches Kulturzentrum (H.-Elflein-Str. 10) Zeit: ab 03.11.2009 dienstags, alle 2 Wochen
Die Krisenerscheinungen des letzten Jahres sind nur ein Ausdruck der Krise des Kapitalismus. Der stetig wachsende Warenberg findet nicht genügend KäuferInnen. Es herrscht Überproduktion, obwohl vielen Menschen das Nötigste fehlt und materielle Sorgen den Alltag beherrschen. Die Angst vor Massenentlassungen, Verlust der Wohnung, Lohn- und Sozialkürzungen geht um. Doch einer gesamtgesellschaftlichen Regulierung und einer sinnvollen, gleichmäßigen Entwicklung menschlichen Wirtschaftens stehen kapitalistisches Eigentum und Konkurrenz im Wege. Weshalb jegliche Bemühungen der Regierungen langfristig scheitern müssen.
Während aber der Kapitalismus munter auf die nächsten Krisen zusteuert, freut sich ein Buch wieder wachsender Beliebtheit: Das Kapital von Karl Marx. In diesem Werk deckt er wie kein zweiter vor und nach ihm die Gesetzmäßigkeiten des Kapitalismus auf. Marx weist nach, wie der Kapitalismus Krisen, Arbeitslosigkeit, Überarbeit, Nachtarbeit, Unterwerfung, Entwürdigung, Elend und Entfremdung systematisch produziert. Er klärt Grundbegriffe wie Kauf, Verkauf, Geld, Kapital, Ausbeutung (Mehrwert). Und er zeigt, wie eine bessere Welt aussehen könnte.
An 15 Diskussionsabenden wollen wir anhand des Marxschen Kapitals die Grundbegriffe der kapitalistischen Gesellschaft kritisch aufarbeiten. Dazu lesen wir die wichtigsten Stellen des Kapitals und diskutieren darüber. Wir wollen kein akademischer Kapitallesekreis sein. Ziel ist nicht nur das Verstehen der Schrift von Marx, sondern die Fähigkeit, die Analysebegriffe selbständig in der eigenen Linken Theorie und Praxis anzuwenden. Denn auch für Marx war die Kritik der politischen Ökonomie nur der Grundbaustein zur praktischen Kritik, zur Umwälzung aller menschlichen Beziehungen, "in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist."
Du kannst gern auch einfach so für nur eine Sitzung vorbeikommen. Wenn du noch fragen hast dann schreib eine Mail an:
30 Jahre nach der iranischen Revolution steht die "Islamische Republik" vor ihrer schwersten Krise. Millionen Menschen protestierten gegen Wahlmanipulation und Unterdrückung. Die Repression hat den Protest auf der Straße vorübergehend zurückgedrängt, doch das Regime ist gespalten. Welche Perspektive hat der iranische Widerstand? Ist eine zweite Revolution möglich?
Diese und weitere Fragen möchten wir mit Euch diskutieren. Dazu haben wir eingeladen:
Der Kapitalismus steckt in seiner tiefsten Krise seit 1929. Nicht einzelne, zu gierig gewordene ManagerInnen sind schuld am Einbrechen der Wirtschaft, es ist die Wirtschaftsweise selbst. Auf maximalen Profit ausgerichtet, scheren sich die Chefetagen herzlich wenig um die Lebensbedingungen der breiten Bevölkerung. Sie entfesseln Hungerkatastrophen, die ökologische Krise, Kriege und die Wirtschaftskrise.
Die Profiteure dieses Systems werden aber nicht selbst den Weg frei machen für eine vernünftige Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung. Sie werden versuchen, die Folgen der Krise auf unserem Rücken auszutragen: Die Milliarden werden sie sich über neue Abgaben, Steuern und über die Einschränkung von Sozialausgaben wieder holen.
Die Krise droht noch größere Ausmaßnahme anzunehmen. Die Bundesregierung diskutiert, wie sie „toxische Wertpapiere“ im Wert von weiteren 1 Billion Euro mit einer „Bad Bank“ sozialisieren kann. Das Presse meldet den beinahe Bankrott Großbritanniens, der Absatz von General Motors bricht um 57 Prozent ein. Die Zahl der KurzarbeiterInnen in Deutschland steigt im Januar um 300.000 auf 775.000 Menschen, die offiziellen Statistiken weisen 387.000 mehr Erwerbslose als noch im Dezember aus.
Wir meinen, Linke müssen klarmachen, dass es sich um eine Krise des Kapitalismus im Allgemeinen handelt, Forderungen aufstellen, die den Kapitalismus in Frage stellen und sich in Kämpfe einbringen.
Wie wir dies tun können und wie ihr darüber denkt, dazu möchten wir mit Euch gemeinsam diskutieren und zu einem handlungsfähigen Bündnis kommen, welches sich zur Aufgabe setzt, in der Krise mit linken Inhalten zu intervenieren und hörbar zu sein. Eine erste Gelegenheit dazu haben wir auf den bundesweiten Großdemos am 28.03. in Frankfurt und Berlin.
Eingeladen sind alle Gruppen und Einzelpersonen, denen das Thema auf den Nägeln brennt. Als Termin schlagen wir vor:
Wir schlagen vor, über folgende Punkte zu diskutieren:
1. Diskussion zum Charakter der derzeitigen Krise (40 Minuten) 2. Die geplanten bundesweiten Großdemos (40 Minuten) a. Bericht vom Berliner und Bundesweiten Bündnistreffen für die Großdemos am 28.03. (mit Diskussion) b. Die Demos am 16.05. und 05.09. 3. Ideen zur Intervention in Potsdam (40 Minuten)
Deine Endstation: Bahnprivatisierung 2008 soll das Jahr der Privatisierung der Deutschen Bahn werden. Daran arbeiten Mehdorn und der DB-Vorstand schon seit etlichen Jahren. Mit dem Verkauf der DBAG aus der Staatshand an die Privatwirtschaft soll einer der größten ungehobenen Schätze Deutschlands für das Kapital ausbeutungs- und renditefähig gemacht werden. Gleichzeitig findet damit die größte Enteignungsaktion der letzten Jahrzehnte statt: Denn die Infrastruktur des Konzerns wurde von öffentlichen Geldern aufgebaut, also unseren Steuern! 92,9% Preisnachlass – Schlussverkauf bei SPD und CDU ExpertInnen schätzen den Wert der Deutschen Bahn inklusive aller Bahnhöfe, Grundstücke und des Schienennetzes auf 183 Milliarden Euro. Von Ex-Kanzler Schröder auf den Thron gehoben, soll Mehdorn das Werk unter Merkel vollenden. CDU-FDP-SPD-Grüne sind sich einig: Die Bahn wird verkauft. Der Preis soll insgesamt nur ca. 18 Milliarden Euro betragen. Die Differenz streichen sich die neuen EigentümerInnen als Extra-Profit ein. Die Zerschlagung der Bahn Der Verkauf alter Grundstücke (z.B. in Innenstadtlage) wäre für die neuen EigentümerInnen eine wahre Goldgrube. Das ist nur durch die Zerschlagung des DB-Konzerns zu erreichen. Dies wurde mit der Trennung in etliche Sub-Unternehmen (DB-Immobilien, DB-Sicherheit, DB-Service etc.) teilweise schon jetzt vorbereitet. Nach der Privatisierung werden sich Hunderte anderer Firmen auf und neben den Schienen, in den Bahnhöfen und Zügen tummeln. Einheitliche Tarife und Ermäßigungen, ein einheitlicher Fahrplan, einheitliche Wartungsvorgaben etc. werden dann der Vergangenheit angehören. Auch die Bürokratie wird noch mehr zunehmen. England macht’s vor Verspätete Züge, schlechter Service, überfordertes Personal, hohe Preise, schlechte Gleise, dreckige Züge und Streckenstillegungen. Das alles wird sich mit einer Privatisierung noch mehr verschlimmern. Woher wir das wissen? In England wurde es schon ausprobiert. 1994 wurde die British Rail für 1,6 Mrd. Pfund verkauft. Wert war sie zu diesem Zeitpunkt 6,4 Mrd. Tödliche Unfälle auf den Schienen häuften sich, die Preise stiegen rapide, Schienen zerbröselten – weil sich die KapitalistInnen lieber die Profite sicherten als in die Infrastruktur zu investieren. 2002 musste der Staat die Bahn zurückkaufen, natürlich zum realen Wert. Kosten für die SteuerzahlerInnen: 100 Mrd. Pfund. Keine Fahrplanänderung bei der SPD Der als Durchbruch gefeierte Vorschlag des SPD-Parteitages, wonach nur DB Regio, der Fernverkehr, die LKW-Spedition und der Schienengüterverkehr privatisiert werden sollen, ist nicht neu. Diese Variante wurde 2002 von der Investmentbank Morgan Stanley entwickelt, hierbei braucht weder Bundestag noch SPD-Parteitag zuzustimmen. Der Bund soll demnach vorerst 51% der Aktienanteile behalten, aber später verkaufen dürfen. Verkauft er nicht, wird der volle Wert der DBAG fällig:183 Mrd. Euro. Wie auch immer, jährlich wird die Regierung die Bahn mit 10 Mrd. Euro bezuschussen – auch nach der Privatisierung. Die Profite sind so staatlich garantiert! Nebenbei bemerkt ist die Teilprivatisierung die lukrativste Variante für die Kapitalseite, weil für den Erhalt der Infrastruktur die SteuerzahlerInnen zahlen müssen, also wieder wir. Ländliche Gebiete werden abgekoppelt Von Konkurrenz auf der Schiene nach der Privatisierung kann nicht die Rede sein. Denn der Staat vergibt die Konzession für eine Strecke alle 6 bis 12 Jahre. D.h. in dieser Zeit ist ein Unternehmen Monopolist. Schon jetzt werden nur noch „gewinnbringende“ Strecken von der Bahn angefahren und der Verkehr auf die lukrativeren Morgen- und Abendstunden konzentriert. Die Bahn zieht sich aus der Fläche zurück, zugunsten von „Rennstrecken“ á la München – Nürnberg. Hier wurden 3,7 Mrd. Euro für 40 Minuten ICE-Fahrzeitgewinn ausgegeben, und woanders fehlt angeblich Geld für Verbindungen. Dieser Trend wird sich nach der Privatisierung stärker fortsetzten. Für uns Überstunden – für sie die Profite Wo werden die neuen Unternehmen an Geld sparen, um sich bei den Ausschreibungen zu unterbieten? Nicht an ihren Profiten sondern an den Löhnen für die Belegschaften! An der Aus- und Weiterbildung! An neuer Technik und Instandhaltung der Gleise! In diesem Sinne war der Streik der GDL auch ein Akt gegen die Privatisierung. Denn je besser die Arbeitsbedingungen des Personals, desto unattraktiver wird der Konzern für die Privatwirtschaft. Wie auch das Beispiel des Postdienstleisters PIN AG zeigt: Kann das Kapital sein Profite durch Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, Lohn- und Sozialdumping nicht auf den Rücken der Beschäftigten erzielen, hat es schnell kein Interesse mehr an lebenswichtigen Dienstleistungen.
• Ausbau der Bahn in der Fläche und Investitionen in die Infrastruktur!
• Niedrige Fahrpreise statt Profite für die Reichen!
• Stopp der Privatisierungswut bei Energie, Wasser und Verkehr, denn was für die Allgemeinheit da ist, soll der Allgemeinheit gehören!
• Vergesellschaftung aller Industriezweige, die nicht ohne Subventionen lebensfähig sind!
Der rapide fortschreitende Klimawandel ist die größte Umweltkatastrophe, die der Mensch je verursacht hat. Die Folgen werden weit verheerender sein, als ein einfacher Temperaturanstieg. Schon jetzt sind die Preise für Grundnahrungsmittel in den unterentwickelt gehaltenen Ländern um das Doppelte gestiegen. Täglich verhungern 100.000 Menschen – und diese Situation hat noch nicht einmal etwas mit dem Temperaturanstieg selbst zu tun. Sondern lediglich damit, wie die Herrschenden im Rahmen kapitalistischen Wirtschaftens auf die nahenden Katastrophe reagieren. Die Länder des Südens sind heute schon die Hauptbetroffenen der Klimaveränderungen. In Europa ist die Ausbreitung hier bisher unbekannter Erkrankungen ebenso wie zunehmende extremen Wetterereignisse zu erwarten.
Anlässlich des Klimaaktionscamps vom 15. bis 24. August in Hamburg, wollen wir uns in dieser Veranstaltung mit den Auswirkungen der bereits eingetretenen und der noch zu erwartenden Folgen der Klimakatastrophe auf dem Gebiet der physischen wie psychischen Gesundheit auseinandersetzen, die – unzulänglichen – Reaktionen der offiziellen Politik auf die zu erwartende Entwicklung darstellen und mögliche Lösungsansätze diskutieren.
Crash und Crisis Warum die Finanzkrise die Krise des Kapitalismus ist
Sind Gewinnsucht und Fehlerverhalten einzelner ManagerInnen tatsächlich die Ursache für die aktuelle Finanzkrise? Wenn bereits die Pleite von ein paar Großbanken das weltweite Wirtschaftsystem fast zum Einsturz gebracht hätte, dann zeigt sich, auf welchen wackligen Beinen es steht. Viele amerikanische Lohnabhängige werden von den Banken vor die Türen ihrer durch Preisverfall wertlosen Häuser gesetzt, weil sie ihre Kreditraten nicht mehr zahlen können. Lohnsenkungen, Entlassungen und steigende Lebenshaltungskosten haben dazu geführt. Dieses Rezept des Verzichtes beten sämtliche PolitikerInnen auch hierzulande seit Jahrzehnten rauf und runter.
Die UNO hat berechnet, dass 9 Mrd. Dollar jährlich benötigt werden, um in der gesamten sog. „dritten Welt“ für sanitäre Anlagen und fließend Wasser zu sorgen. Dies ist ein Fünfundfünfzigstel der Summe, die allein die Bundesregierung bereit ist, in den Finanzsektor zu spritzten. Das Geld dafür sollen über den Globus hinweg die BürgerInnen aufbringen, nicht etwa die EigentümerInnen der Banken, die seit Jahrzehnten Milliarden Gewinne eingesteckt haben. Es zeigt sich das alte kapitalistische Spiel: Gewinne werden privatisiert, Verluste werden sozialisiert. Die Zeche zahlen wir: Höhere Steuern, weniger Geld für Bildung, Rente, Gesundheit usw. Damit ist der Weg in die nächste Krise direkt vorgezeichnet. Immobilienkrise, Lebensmittelkrise, Ölkrise und Finanzkrise zeigen: Der Kapitalismus tritt wieder in eine Phase vermehrter Krisenanfälligkeit ein. Die Wirtschaftskrise bahnt sich schon an.
Über diese und weitere Probleme wollen wir mit Euch diskutieren. Wir haben dazu den linken Ökonomen Guenther Sandleben eingeladen. Anhand der marxistischen Krisentheorie und aktueller Fakten aus dem Finanzsektor, wird er die Ursachen und die Zusammenhänge der Finanzkrise analysieren und über die zu erwartenden Folgen sprechen.
Datum: Dienstag, 21.10.2008 Zeit: 19.00 Uhr Ort: Saal im 2. Stock über dem Kabarett (ehem. „Al Globe”) (Charlottenstrasse 31, Eingang über Kabarett Obelisk, Haltestelle Dortustr.)
Jeden Tag das gleiche Prozedere: Hunderte von SchülerInnen schleppen sich morgens in die Schule, um wie gefühllose Roboter die Informationen zum einen Ohr rein und zum anderen wieder rauszulassen. Nicht Desinteresse, sondern überforderte LehrerInnen und überfüllte Klassen verschärfen diese Zustände. In den naturwissenschaftlichen Fächern werden nur Fakten runtergerattert und im Sprachunterricht Vokabeln gepaukt. Anwenden können die SchülerInnen diese Kenntnisse jedoch nicht, da zum Vertiefen und Veranschaulichen keine Zeit bleibt. Ja sogar an LehrerInnen fehlt es nur allzu oft. Wenn ein gesamtes Jahr lang kein Deutschunterricht stattfindet und dementsprechend die Rechtschreibung und Allgemeinbildung vom ABC-Schützen bis zur Abiturientin darunter leidet, helfen auch Elternbeschwerden nicht. Die Ministerien schließen Augen, Ohren und vor allem ihre Geldbörse.
Kurz: Die Bildung wird totgespart – und hier liegt ihre Leiche!
Kein Geld für marode Schulgebäude, kein Geld für ausreichend sowie qualifizierte Lehrkräfte, kein Geld für Schulbücher – angesichts dieser Situation ist es kein Wunder, wenn Schulen den Einfluss und die Werbung zahlungskräftiger Konzerne zulassen, um diesen Problemen zu begegnen. Dadurch begeben sie sich in eine Abhängigkeit, die ihre Selbstständigkeit sowie ihre Neutralität gegenüber dem Unterrichtsinhalten einschränkt.
Wir sehen nicht ein, dass die so wertvolle Jugend keine angemessene Bildung bekommen soll. Wir fordern daher genügend qualifizierte LehrerInnen und damit weniger Unterrichtsausfälle. Außerdem müssen die Schulen in der Auswahl ihrer Lehrmittel frei sein. Doch die Probleme ergeben sich nicht nur aus unzureichender Finanzierung, die Probleme liegen im System selbst.
Alle modernen Studien belegen: Ein mehrgliedriges Schulsystem schadet – den besten wie den schlechtesten. Außerdem wird so Ellenbogenmentalität und Konkurrenzdenken gefördert. Soziale Integration wird zur Unmöglichkeit für MigrantInnen und SchülerInnen aus finanziell schwachen Familien. Der Kontostand der Eltern entscheidet immer deutlicher über die Art und Qualität des Bildungsweges ihrer Kinder. Wir verlangen daher gemeinsamen Unterricht bis zur 10. Klasse und die damit verbundene Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems.
Um sich bestmöglich auf das postschulische Leben vorzubereiten, reicht stupides Auswendiglernen nicht aus: Die SchülerInnen müssen lernen, selbstständig zu arbeiten und sich eine eigene Meinung zu bilden. Dafür ist es nötig, die Politik in den Schulalltag einzubringen. SchülerInnen sollten Einfluss auf die Unterrichtsinhalte und Anteil an der aktiven Gestaltung des Schullebens erhalten. Diese Forderungen werden die regierenden PolitikerInnen nicht von selbst erfüllen. Wir müssen Druck machen und eine neue Bildungspolitik durchsetzen. Ein erster Schritt dahin ist der bundesweite Schulstreik am 12.11. Wir treffen uns um 9 Uhr auf dem Platz der Einheit.
Was ist und was will der RSB Potsdam Wir wollen nicht, dass die Welt so bleibt wie sie ist Wir erleben die Ausbreitung von Massenarbeitslosigkeit und Armut in Europa. Die sog. "3. Welt" wird in Abhängigkeit gehalten und die Menschen dort leben unter unwürdigen Bedingungen. Wir sind ZeugInnen einer unvorstellbaren Verwüstung der Böden, Ausrottung kompletter Tierarten und ökologischen Katastrophen. Hinzu kommt die Unterdrückung von Frauen, MigrantInnen, LSBT. Warum heute revolutionär sein? Diese grundlegenden Probleme der Welt sind im Rahmen des Kapitalismus, der diese Dinge jeden Tag aufs neue hervorbringt, nicht lösbar. Dazu braucht es eine Revolution. Sie ist jedoch nur möglich, wenn sie von einer breiten Massenbewegung getragen wird. Warum noch sozialistisch sein? Der "realexistierende Sozialismus" war nie eine sozialistische Gesellschaft. Für uns bedeutet dies die freie Entfaltung eines/einer jeden und die Möglichkeit, alle Aspekte der gesellschaftlichen Entwicklung mitzuentscheiden. Die Klassenteilung ist heute noch immer real. Ca. 85% der Menschen sind hierzulande gezwungen ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Unser Ziel ist eine klassenlose Gesellschaft. Für uns ist dies eine realistische Perspektive. Heute ist die Herstellung der Produkte zur Lebenssicherung (Lebensmittel, Essen etc.) so wenig arbeitsintensiv, dass es ohne weiteres möglich wäre sie an alle kostenlos zu verteilen. Ein erster Schritt in Richtung einer Gesellschaft ohne Konkurrenz. Sich gut organisieren! Warum? Weil es die KapitalistInnen auch sind, z.B. im BDI. Wer sich nicht zusammenschließt, bleibt allein und ohnmächtig! Sich organisieren heißt für uns nicht Individualität aufgeben, sondern sie entfalten. In einer solidarischen Gruppen ist es leichter, sich als politischer Mensch zu entfalten und neue Erfahrungen zu sammeln. Die Teilnahme an einer internationalen revolutionären Organisation hilft der verzerrten nationalen Sichtweise zu entgehen. Wir treten zusammen mit anderen Gruppen gegen Unterdrückung ein, insbesondere kämpfen wir für die Rechte der Arbeitenden. Auch mit ihren Kämpfen wollen wir uns verbinden. Für Rätedemokratie! Sozialismus bedeutet für uns die Erweiterung der demokratischen Freiheiten. Meinungsäußerung soll nicht BesitzerInnen von Fernsehsendern vorbehalten bleiben. Sozialistische Demokratie heißt Selbstverwaltung in Schule, Uni und Betrieb. Die Menschen wählen VertreterInnen aus ihrem eigenen Lebensumfeld. Sie sind jederzeit abwählbar, erhalten soviel Lohn wie die WählerInnen und müssen mitarbeiten. Räte können sich in allen Lebensbereichen gründen. Es wird Millionen Räte geben - die annähernde Verwirklichung direkter Demokratie. Wenn die Menschen durch Engagement Dinge wirklich verändern können, wird das dem Willen zur Mitbestimmung einen enormen Schub geben.
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