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Revolutionär-Sozialistisches Sommercamp in Griechenland: Sismos, Sismos – Kommunismos! | Drucken |  E-Mail
Karl Lindt   
01.09.2009

Sismos, Sismos – Kommunismos (Erdbeben – Kommunismus) – eine Parole, die wohl den meisten TeilnehmerInnen des diesjährigen Camps der IV. Internationale noch lange in den Ohren klingen wird. Vom 25. bis zum 31. Juli kamen knapp 500 Jugendliche aus über 22 Ländern zum 26. Sommercamp der IV. Internationale zusammen.


Im Unterschied zu den Ländern, in denen das Camp in den letzten Jahren stattgefunden hat, wie Italien, Frankreich oder dem Spanische Staat, gibt es in Griechenland nur eine relativ kleine Sektion der IV. Internationale. Die­se Organisation mit dem Namen OKDE-Spartakos organisierte das Camp zusammen mit Kokkino (zu deutsch „Rot“), einer mit der IV. Internationale befreundeten, ebenfalls linksradikalen griechischen Organisation. Beide Organisationen haben in den letzten Jahren zahlreiche gemeinsame Kämpfe geführt und so entwickelte sich die Idee, auch gemeinsam das Camp in Griechenland vorzubereiten.

Aufgrund der geographischen Nähe war es dieses Mal auch Menschen aus Osteuropa möglich, an einem Camp der IV. Internationale teilzunehmen. In den vergangenen Jahren verhinderten die enormen Reisekosten oft eine solche Teilnahme. Durch geringere Fahrtkosten und einen für sie reduzierten Teilnahmebeitrag in diesem Jahr beteiligten sich u.a. GenossInnen aus Kroatien, Polen Russland und Weißrussland.
Diskussion zu Sexismus und Homophobie
Inhaltlich waren diesmal der Tag zu „Frauen in der Krise“ und der Tag zu „Sexueller Unterdrückung und Gender-Fragen“ von besonderer Bedeutung. Noch stärker als in anderen Ländern haben die GenossInnen aus Griechenland gegen einen weit verbreiteten Sexismus nicht nur in der bürgerlichen Gesellschaft, sondern auch in der radikalen Linken zu kämpfen. So berichteten sie u.a. davon, dass es auf linken Demonstrationen durchaus üblich ist, dass Linke die Polizei in Sprechchören mit weiblichen Geschlechtsteilen beleidigen. Homophobes, sexistisches Verhalten auf Demonstrationen und in linken Organisationen ist aber nicht nur in Griechenland stark verbreitet. So drehten sich viele Diskussionen auf dem Camp auch darum, wie dem in den jeweiligen Ländern entgegen zu treten ist.
Viele auf dem Camp geführte Diskussionen sollen nun weitergeführt werden. Auch einige konkrete Absprachen zwecks gemeinsamer Mobilisierung z.B. nach Kopenhagen im Dezember wurden getroffen. Anlässlich des Weltklimagipfels wird es eine breite internationale Mobilisierung geben, zu der die GenossInnen aus Dänemark eingeladen haben.

Bis zum nächsten Camp, das in Italien stattfinden wird, gibt es also noch genügend Möglichkeiten auf internationaler Ebene zu diskutieren und gemeinsam zu kämpfen.

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