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Frauen in Bewegung (06/2009) | Drucken |  E-Mail
B. S.   
01.06.2009
Lysistrata lässt grüßen
Ob erfolgreich oder nicht – wir wissen es nicht! Ein Bündnis kenianischer Frauengruppen hat dazu aufgerufen, in den „Sexstreik“ zu treten. Wie die Frauen in der Antike, angeführt von Lysistrata, die damit das Ende des peloponnesischen Krieges bewirkten, sollen die Frauen die Männer dazu bringen, die kriegerischen Ereignisse zu beenden, die mit der „Koalitionskrise“ verbunden sind.
Tod durch Erhängen
Im Iran werden zunehmend Hinrichtungen vollzogen. Ein besonders drastischer Fall ist der von Delara Darabi, die Anfang Mai, 23 Jahre alt, hingerichtet wurde – durch Erhängen. Zur Zeit der ihr zur Last gelegten Tat war sie 17 Jahre jung, sie gestand, widerrief ihr Geständnis, das sie als Minderjährige zum Schutz ihres Freundes, den sie als Täter ansieht, abgelegt hatte. Als Minderjährige meinte sie der Todesstrafe zu entgehen, Gutachten widerlegten ihre Täterschaft auch. Trotzdem versuchten ihre Eltern ihr Leben zu retten, indem sie in einem anerkannten Sühneverfahren die Eltern des Opfers dazu bewegten, auf die Vollstreckung des Urteils zu verzichten. Trotz Sühneleistung wurde das Urteil vollstreckt. Das ist ein Beispiel, wie das Klima der Einschüchterung das Leben im Iran lähmt. In verschiedenen Meldungen haben wir darauf hingewiesen, wie Frauenrechte verletzt werden, verletzt werden aber auch Menschenrechte allgemein, wie die Polizeiaktionen zum 1. Mai 2009 im Iran zeigen.
Abtreibung
In den beiden letzten Avantiausgaben haben wir uns mit dem Recht auf Abtreibung beschäftigt. Inzwischen liegt dem spanischen Parlament ein liberaler Gesetzentwurf vor; in der Bundesrepublik wurde ein Gesetz zu den „Spätabtreibungen“ beschlossen. Wenn nach der 12. Schwangerschaftswoche diagnostiziert wird, dass das Kind schwer krank oder behindert zur Welt kommen wird, kann ein Abbruch vorgenommen werden. Dazu bedarf es der Diagnose des Arztes, der Beratung durch den Arzt, der Vermittlung einer psychosozialen Beratung und einer dreitägigen Bedenkzeit für die Schwangere. Klingt gar nicht so unvernünftig! Es wird aber dadurch konterkariert, dass der Arzt eine ausführliche Dokumentation anzufertigen hat und mit einer Geldbuße von 5 000 Euro bedroht wird, wenn er nicht alle Bedingungen erfüllt hat. Die Zwangsbedenkzeit für die Schwangere wird sogar mit der Leichtfertigkeit von Frauen in der Schocksituation begründet. Statt Strafandrohungen und Kontrollen wären andere Maßnahmen angesagt, etwa die kostenlose Pille für Hartz-IV Empfängerinnen – und nicht nur für die. Dazu gehören auch öffentliche Einrichtungen, die das Leben mit Handicap erleichtern, Einrichtungen, in die Eltern ihre Kinder gerne geben, weil sie ihnen gut tun, und eine Beratung, die nicht so seelenlos wie der Begriff „ergebnisoffen“ ist, ohne Wartezeiten; die die Entscheidung der Frauen unterstützt. Die Entscheidung muss sie doch selbst treffen.
Ein bedeutender Trippelschritt
Kuwaits Parlament ist nicht mehr frauenfrei! Vier weibliche Abgeordnete ziehen ins Parlament ein. Nun ist der Einzug von Frauen ins Parlament noch kein Sieg, aber ein Schritt zu Emanzipation. Frauen werden sichtbar, und es wird mit ihnen und über sie geredet, es wird über Frauenrechte gesprochen!
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