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Nazi-Aufmarsch in Mainz verhindert | Drucken |  E-Mail
Korrespondent Mainz   
01.06.2009

In Mainz versuchten am 1. Mai etwa 80 Neonazis aufzumarschieren. Über 3000 GegendemonstrantInnen wussten dies aber zu verhindern.

Der Neonazi-Demonstration waren längere juristische Auseinandersetzungen vor­ausgegangen. In der vorhergehenden Woche hatte das Mainzer Verwaltungsgericht den Aufmarsch schließlich erlaubt, da von der Veranstaltung keine unmittelbare Gefährdung ausgehe.
Gegen 11.00 Uhr fanden sich ca. 80 Faschist­­Innen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland am Mainzer Bahnhof ein. Doch weiter in die Innenstadt kamen sie nicht, da zu diesem Zeitpunkt bereits alle möglichen fünf Richtungen von Gegendemonstrant­­Innen blockiert wurden. Anschließend wurden die Personalien der anwesenden Neonazis aufgenommen und am Nachmittag von der Polizei von Mainz aus mit dem Zug nach Völklingen im Saarland begleitet. In Völklingen sollte eine NPD-Veranstaltung stattfinden.

Die rechtsextreme Initiative Süd West wollte zuerst mit dem Zug nach Alzey fahren. Das wurde ihnen vom rheinland-pfälzischen Innenministerium verboten. Das Ministerium erteilte den Neonazis für ganz Rheinland-Pfalz ein Demonstrationsverbot.
Nicht der Wirklichkeit zu entsprechen scheint die Version vieler Medien, die Neonazis hätten freiwillig auf den Aufmarsch in Mainz verzichtet. Vielmehr verhandelte das kleine Häufchen Neonazis über Stunden mit der Polizei, die sich allerdings angesichts der gehaltenen und lautstarken Blockaden nicht in der Lage sah, den Weg für den genehmigten Demonstrationszug frei zu räumen. Immerhin waren es ca. 3000 Gegendemonstrant­­Innen, für Mainz keine kleine Sache. Darauf mussten die Neonazis unverrichteter Dinge wieder abziehen, ohne auch nur einen Meter in die Mainzer Innenstadt gesetzt zu haben.

Während dank der Blockaden ein Aufmarsch verhindert werden konnte, begnügten sich die SPD und der DGB mit einer Demonstration am anderen Ende in Mainz und spaltete letztlich die gemeinsame Gegendemonstration. Das eigentliche Bündnis (also ohne die SPD) war aber sehr breit und umfasste Dutzende von Organisationen aus Mainz und Wiesbaden, was ganz wesentlich zum Erfolg der Aktion beitrug.  Kein Fußbreit dem Faschismus!

 

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