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Diskussion um das Recht auf Abtreibung | Drucken |  E-Mail
B.S.   
01.05.2009

Konrad Adenauer wird der Ausspruch zugeschrieben: „Kinder kriegen die Leute immer“, deshalb hielt er Familienpolitik für überflüssig. Sicher ist allerdings auch, dass Frauen immer abgetrieben haben. Unterschiedlich war nur, welche Folgen das für sie hatte.

In Krisenzeiten gilt es besonders darauf zu achten, wie mit dem Recht der Frauen verfahren wird. Wir verteidigen das Recht der Frauen, selbst über ihre Gebärfähigkeit zu entscheiden. Und – neue Väter hier und da – die Kinder sind bis heute aus unterschiedlichen Gründen zuerst die Aufgabe der Frau. Wenn Frauen sich dieser Aufgabe nicht stellen wollen oder können, nehmen sie sich das Recht, sich für eine Abtreibung zu entscheiden.

Gegenwärtig wird in Spanien um eine Verbesserung des restriktiven Abtreibungsrechts gestritten. Besonders der wohl älteste Männerbund der Welt, die katholische Geistlichkeit, wendet sich mit Millionen von Broschüren und x-facher Plakatierung gegen ein neues Gesetz. Ein Baby fordert neben einem kleinen Luchs (geschützt) „Schütze mein Leben“. Nicht nur perfide, sondern auch etwas widersinnig. Geborenes Leben ist geschützt – aber auch behütet?

Erst mal geboren kann es Armut und Gewalt ausgesetzt werden. Eine Kirche, der der Gedanke eines Verbotes der „Verherrlichung der Franco-Diktatur“ zuwider ist, hat mit Gewalt sicher wenig Probleme.

Die „Roten“ sind in ihrer Kampffreude sehr eingeschränkt, sie fürchten um die Mehrheit. Und der Einwand von Feministinnen, dass Frauen ins Ausland ausweichen müssten oder illegal abtreiben, verhallt. So bleibt das Ende offen. Für Chile wird davon ausgegangen, dass jährlich 120 000 Frauen in guter mittelalterlicher Art illegal „auf dem Küchentisch“ abtreiben, mit den entsprechenden gesundheitlichen Folgen. Wer ca. 1 500 Dollar aufbringen kann, geht in eine private Klinik oder ins Ausland. Chile untersagt wie El Salvador und Nicaragua – Ortega sei´s geklagt – jeglichen Abortus, selbst den therapeutischen, bei Gefahr für das Leben der Frau. Das ist verbunden mit mangelnder Sexualaufklärung und mit der Verhinderung des Zugangs zu Verhütungsmitteln.

In Krisenzeiten wird sich die Versuchung steigern, Frauen wieder auf den Platz am Herd zu verbannen und sie auf ihre „natürlichen Pflichten“ zu verweisen.
Re-Talibanisierung
Auch wenn Afghanistans Präsident Karsai das neue Ehegesetz vorläufig gestoppt hat, zeigt sich, dass die Verfügbarkeit der Frau als Selbstverständlichkeit gedacht wird. Dagegen demonstrierten Frauen vor der Universität Kabuls. „Wir wollen unsere Rechte, wir wollen nicht, dass Frauen einfach benutzt werden“, so eine Teilnehmende. Selbst wenn die Bestimmungen nur für die Schiiten bzw. Schiitinnen gelten, widersprechen sie jeder Forderung nach Gleichberechtigung. Frauen würde untersagt, ohne zwingenden Grund das Haus ohne Erlaubnis des Ehemannes zu verlassen, und ihre sexuelle Selbstbestimmung bleibt ganz ohne Beachtung. Dass die Demonstrierenden als „Hündin“ und „Abtrünnige“ beschimpft werden, verwundert gar nicht mehr. Das kann aber lebensgefährlich sein!

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