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Proteste an Leipzigs Uni | Drucken |  E-Mail
Korrespondent Leipzig   
01.05.2009

In der zweiten Semesterwoche regte sich Widerstand an der Leipziger Universität. Ein zentrales Gebäude mehrerer Institute (GWZ, Geisteswissenschaftliches Zentrum) wurde für zwei Tage zum Platz von bunten Protesten.

Anlass waren vor allem die katastrophalen Studienbedingungen, die durch die neuen EU-kompatiblen Studiengänge Bachelor und Master entstanden sind. Es herrschen organisatorische Missstände gepaart mit bürokratischer Gängelung an allen Ecken und Enden. Konkret: Manch einE StudentIn kann auch bei bestem Willen das eigene gewählte Fach nicht studieren, bekommt keinen Platz, keinen Schein, keine Alternative und dann auf Beschwerde-E-Mails Antworten wie: „Dann haben Sie halt Pech gehabt.“ Die Universitätsverwaltung hatte sich bislang als unfähig oder unwillig erwiesen, irgendetwas zu verbessern.
Kreativer Protest
So gab es an zwei Tagen eine Dauerkundgebung von mehreren Hundert TeilnehmerInnen im Gebäude mit offenem Mikrofon. StudentInnen übernachteten vor den Fahrstühlen und MitarbeiterInnenbüros, auf Transparenten konnten die Beschwerden aufgeschrieben werden, Forderungen wurden erarbeitet. Auch vereinzelte MitarbeiterInnen sprachen am Mikrofon und DozentInnen erklärten sich solidarisch. Es gab eine Samba-Demo durch die Stadt, kostenloses Essen und das studentische Grundnahrungsmittel Kaffee. Es wurden schon am zweiten Tag autonome Workshops abgehalten und unter großem Beifall kurze Theaterstücke aufgeführt. Jedoch konnte das Gebäude die ganze Zeit über regulär genutzt werden. Eine „Aussperrung“ der nicht-protestierenden Mehrheit durch die Minderheit wäre auch ein Fehler gewesen. Ein gewisser Ausfall an Seminaren konnte aber verbucht werden. Das Bild, das sich insgesamt bot, war äußerst bunt und einladend. Wie immer, wenn die Fesseln des Alltags ein Stück gelockert werden, brach sich die befreite Kreativität der Menschen Bahn. Dennoch fand es die Mehrheit der StudentInnen, also Betroffenen, noch einladender, sich derweil draußen zu sonnen.
Organisation
Der StuRa, die Studierendenvertretung, betonte, wohl aus Angst vor Repressalien, dass er nicht Veranstalter der Proteste war, was aber in Wirklichkeit doch der Fall war. Aufgerufen wurde also von keiner offiziellen Institution. Von politischer Organisiertheit war ebenso nichts zu bemerken. Lediglich der SDS verteilte seine Zeitung critica und der RSB Flugbätter. Und so lag die Sache wie so oft in den Händen von engagierten Einzel-AktivistInnen.

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