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90 Jahre Frauenwahlrecht – „ein nationales Unglück“ | Drucken |  E-Mail
Barbara Schulz   
01.02.2009

Letzteres sah der Bund gegen die Frauenemanzipation heraufziehen. Der Rat der Volksbeauftragten schuf am 12. November 1918 das neue Wahlrecht, und Friedrich Ebert kündigte Wahlen an, „an denen alle über 20 Jahre alten Bürger beider Geschlechter mit vollkommen gleichen Rechten teilnehmen werden“.

Das Wahlalter wurde von 25 auf 20  Jahre herabgesetzt. Auch diejenigen, die von staatlichen Fürsorgeleistungen abhängig waren, und Frauen waren wahlberechtigt. Aus 14 Millionen Wahlberechtigten wurden 40 Millionen. Auffälliges Zeichen war, dass „am Wahltisch als Beisitzer eine Frau“ saß. Die Wahl zur Nationalversammlung wird von manchen als „Geburtsstunde der Demokratie“ bezeichnet. Die Wahlbeteiligung jedenfalls zeigte ein großes Interesse, es gingen 82,4 % der Männer und 82,3 % der Frauen zur Wahl.

Wenn auch in Zeiten des Nochkrieges – es herrschte Waffenstillstand – und in der Übergangszeit die Wahlforschung nicht sonderlich ausgeprägt war, lassen doch die wenigen Stimmbezirke, die erforscht sind, darauf schließen, dass Frauen konservativer wählten als Männer. Begründet wird das u. a. mit der stärkeren religiösen Bindung, aber auch damit, dass es unter den Frauen weniger Lohnabhängige gegeben habe. Von den 423 Abgeordneten waren 37 Frauen, 25 von ihnen gehörten den beiden soziademokratischen Parteien an, aber auch eine erklärte Gegnerin des Frauenstimmrechts wurde für die DNVP gewählt.

Als erste Frau sprach am 19. Februar 1919 Marie Juchacz, seit 1905 aktive Sozialdemokratin, und sagt nicht Dank, sondern „das war eine Selbstverständlichkeit, sie (die Regierung) hat den Frauen gegeben, was ihnen bisher zu Unrecht vorenthalten wurde“.

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