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Frauen in Bewegung (01/2009) | Drucken |  E-Mail
B. S.   
01.01.2009

Wanderarbeiterinnen
Die Hälfte der etwa 200 Millionen Wanderarbeiter sind eigentlich Wanderarbeiterinnen, nur unter der Migration aus Afrika überwiegen die Männer. Chinesische Wanderarbeiterinnen sind Wandernde im eigenen Land. Sie arbeiten unter schwierigen Arbeits- und Lebensverhältnissen und sind stark gesundheitsgefährdet. Sie werden von der Krise besonders getroffen. Oft sind Wanderarbeiterinnen im Haushalt, im Gastgewerbe oder in der Unterhaltungsindustrie beschäftigt. In diesen Jobs sind sie der Ausbeutung, auch der sexuellen, besonders ausgesetzt. Derzeit ist Europa das Hauptziel der internationalen Migration, hier machen sie etwa 8,1 % der Bevölkerung aus.
„Fassadenfeminismus“
Vollbeschäftigung bei Frauen ist in der Bundesrepublik nicht besonders ausgeprägt. Erwerbstätige Frauen arbeiten im Durchschnitt 30 Wochenstunden, der Anteil der Teilzeitstellen ist sogar gestiegen – auf 46 Prozent, hier beläuft sich die Arbeitszeit im Schnitt auf 18 Wochenstunden. Dazu kommt, dass Frauen 22 Prozent weniger verdienen als Männer. So bleiben Frauen, vor allem mit Kindern, abhängig vom Ehemann oder vom Staat. Ihre Renten sind gering, und das neue Unterhaltrecht macht es ihnen nicht leichter.

Besonders im Beruf der Erzieherinnen wird das deutlich. Eine Alleinstehende in Vollzeit verdient anfangs etwa 1300 Euro und kommt nach 15 Berufsjahren auf 1600. Dennoch reduzieren viele von ihnen die Arbeitszeit, weil sie der zunehmenden Belastung nicht gewachsen sind. So können sich nur 26 Prozent von ihnen vorstellen, den Beruf bis zur Rente auszuüben.

Im Gender-Ranking liegt die Bundesrepublik hinter Lettland, aber vor Sri Lanka, auf dem 11. Platz. Wer allerdings glaubt, dass sich mit „Leitprinzip Geschlechtergerechtigkeit“ etwas grundlegend ändern würde, wird von der Realität enttäuscht werden (s.o.). Das leidige „Krippenspiel“ zeigt uns die Grenzen. Im Durchschnitt werden 17,8 % der unter Dreijährigen in öffentlichen Einrichtungen betreut; 52,7 % in Sachsen – Anhalt, aber nur 9,2 % in Niedersachsen.

 

Buch-TiPP!
Pun Ngai / Li Wanoi: „Dagongmei – Arbeiterinnen aus Chinas Weltmarktfabriken erzählen“,
Assoziation A Berlin/Hamburg 2008.
 

 

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