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Ohne Bildung keine Zukunft! | Drucken |  E-Mail
Sara Fervor   
01.12.2008

Am 12.11.2008 fand in vielen Städten ein bundesweiter Schulstreik statt. „Ohne Bildung keine Zukunft!“ – so hallte es in Potsdam über den Platz der Einheit. Rund 200 SchülerInnen und Student­Innen haben sich trotz Repressionen und unentschuldigten Fehlstunden unter lauten Pfiffen sowie Sprechchören zum Bahnhof bewegt.

Der Verkehr wurde lahm gelegt und die drei Polizisten an der Ecke waren völlig überfordert. Das Ziel war ein Anschluss an die Demo in Berlin am Alexanderplatz, wo sich schließlich auch 8 000 Menschen einfanden.

Geleitet von einer unfassbaren Wut im Bauch gegen das bestehende Bildungssystem stürmten gut 1 500 Jugendliche während einer Zwischenkundgebung die Humboldt-Universität. Passend zur fünften Jahreszeit flogen Toilettenpapierrollen und ABC-Schaum durch die Luft bis es zum Höhepunkt der Besetzung kam, als vom Balkon der 1. Etage aus die Forderungen präsentiert wurden:

  • • Ein einheitliches Schulsystem für alle bis 16 Jahre!
  • • Mehr LehrerInnen und kleinere Klassen!
  • • Freie Lehrmaterialien und bessere Ausstattung der Schulen!
  • • Kein Druck in Form von mehr Prüfungen, Aufnahmetests und höherer Arbeitsbelastung!
  • • Kostenloser Besuch aller Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungseinrichtungen von der Krippe bis zur Uni!
  • • Statt Fremdbestimmung in der Schule: Selbstverwaltung und -organisation durch die SchülerInnen und LehrerInnen!

Alptraum Perspektivlosigkeit
Seit Jahren wird der Bildungsetat gesenkt und das Sponsoring gefördert, bis die Schulen völlig zu modernen Lernfabriken mutiert sind, in denen nur noch Profite zählen. Unternehmen bestimmen über Lernmaterialien und Unterrichtsinhalte, welche lediglich vermitteln, was im Berufsleben später gebraucht wird. Die Allgemeinbildung kommt dabei allemal zu kurz. Außerdem bleibt keine Zeit, für eine kritische Meinungsbildung. Der Druck auf die SchülerInnen steigt ins Unermessliche und Existenzangst wird zum Alltag. Das Sozialverhalten und der Charakter der Kinder und Jugendlichen werden durch Konkurrenzkampf, Korruption sowie Ellenbogenmentalität geprägt und gefördert. Denn diese Zustände nehmen auch im postschulischen Leben in Form von Studiengebühren, unsicherer Beschäftigung oder Ausbildungsplatzmangel kein Ende.
Gemeinsam kämpfen
Die DemonstrantInnen haben es wieder deutlich gemacht: Zusammen sind wir stark! Deshalb ist eine Verknüpfung der Kritik am Bildungssystem mit der Kritik an den kapitalistischen Verhältnissen notwendig. Private und staatliche Schulen vergeben gleichnamige Abschlüsse, aber diese sind schon lange nicht mehr gleichwertig. PrivatschülerInnen werden sogleich ohne Bewerbungsstress und Wartezeiten in führende Konzerne eingeschleust, um die ManagerInnen von morgen zu werden. Da hilft auch die beste pädagogische Arbeit nichts, wenn die Jugend nicht gemeinsam am gesellschaftlichen Leben teilnimmt und möglichst lange zusammen lernt, um schließlich bessere Chancen zu haben. Es bedarf einer breiten Bewegung, sodass alle Kinder ihre Ziele erreichen können – frei von Repressionen und Ausbeutung!

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