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Solingen: 15 Jahre nach dem Brandanschlag | Drucken |  E-Mail
Korrespondent Rhein-Ruhr   
01.07.2008

Am 31.5.2008 trafen sich in Solingen 500 Menschen, um dem Brandanschlag vor 15 Jahren auf das Haus der Familie Genç zu gedenken. Die Demo verzögerte sich, da ein Zug mit ca. 150 im Black-Block-Style gekleideten Jugendlichen am Bahnhof festgehalten wurde.

Am 29. Mai 2008 jährte sich der Brandanschlag von Solingen zum 15. Mal. Damals kamen Saime, Hatice und Hülya Genç, Gülüstan Öztürk und Gürsün Ince ums Leben. Der Brandanschlag von Solingen reihte sich in ein durch die bürgerliche Politik und die Medien erzeugtes rassistisches Klima ein. Unter dem Motto „Das Boot ist voll“ wurde 1993 das Asylgesetz faktisch abgeschafft. Nach den Übergriffen in Rostock und Mölln stellte der Brandanschlag in Solingen den Höhepunkt der Übergriffe dar. Erst unter dem Druck großer Demonstrationen und starker Empörung aus dem Ausland, sahen sich die etablierten Parteien veranlasst, etwas gegen Rassismus zu unternehmen.

Die Demo zu fünfzehnten Jahrestag des Anschlages konnte erst mit Verzögerung beginnen. Eine Hundertschaft hielt über längere Zeit einen Zug mit 150 jungen AntifaschistInnen im Black-Block-Style am Bahnhof fest. Alle für die Polizei Verdächtigen im Zug wurden überprüft.

Die Auftaktkundgebung begann mit 500 Menschen am Mühlenplatz in der Solinger Mitte. Von dort aus wurde zur Stelle gezogen, an dem damals das Haus stand, in dem die Familie Genç wohnte. Bei der Zwischenkundgebung versuchten türkische Faschisten, das Gedenken für sich zu vereinnahmen. Diese konnten jedoch durch entschlossenes Handeln der Demonstrierenden verjagt werden. Es gab viele Reden. Im Redebeitrag der Antifa KOK aus Düsseldorf wurde auf die Verbindung zwischen dem deutschen Verfassungsschutz (VS) und den Anschlägen hingewiesen. Ein V-Mann hatte damals einige der Täter in seinem Kampfsportcenter trainiert. Der VS war aktiv am Aufbau rechtsextremer Strukturen in Solingen beteiligt.

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