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Kopftuch erlaubt? | Drucken |  E-Mail
Barbara Schulz   
01.03.2008

In  der Türkei ist das Kopftuch gegenwärtig ein Streitobjekt. Ministerpräsident Erdogan will das Kopftuchverbot an den Universitäten abschaffen. Jede Frau, auch die fromme Muslima, soll studieren können. Das ist bei einer Zahl von etwa 6 Millionen Analphabetinnen  ein kühner Satz.

Erdogans Partei AKP brachte im Parlament eine Vorlage zur Änderung zweier Verfassungsartikel und eines Paragraphen des Hochschulgesetzes ein. Mit Hilfe der rechten MHP wurde in einem ersten Schritt die Zwei-Drittel- Mehrheit für die Verfassungsänderung erreicht. Die oppositionellen Kemalisten können das Verfassungsgericht anrufen. Sie befürchten, dass die Zulassung in den Universitäten sich auf andere Bereiche ausdehnen könnte. In der Türkei verteidigt  das Militär traditionell das säkulare System. So könnte das Aus für das Kopftuchverbot das Militär auf den Plan rufen. Das Kopftuchverbot wird als die „rote Linie“ bezeichnet, die nicht überschritten werden darf. Auch die säkularisierten Eliten der Türkei fürchten den Weg in den islamistischen Staat, die Scharia.

Anfang Februar zogen zahlreiche DemonstrantInnen zum Anitkabir, dem Mausoleum Atatürks, um für das Kopftuchverbot zu demonstrieren. Obwohl der Straßburger Menschengerichtshof dem türkischen Staat das Recht zugestand, den Laizismus zu schützen, weil das Kopftuch „zum Symbol des politischen Islam“ geworden sei, argumentiert der Außenminister Babacan, mit der Zulassung des Kopftuches würden „die Freiheitsrechte in jeder Hinsicht gestärkt“; was gut für den EU- Beitritt wäre. Die Opposition wirft Erdogan eine „Geiselnahme der Demokratie für fundamentalistische Ziele“ vor.

In der Bundesrepublik spricht Seyran Ates, Rechtsanwältin in Berlin, auf verschiedenen Veranstaltungen über ihr Buch: „Der Multikulti- Irrtum“. Sie lehnt das Kopftuch vehement ab und musste sich mancher Angriffe erwehren.

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