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Agrosprit: Umweltschutz á la Neoliberalismus | Drucken |  E-Mail
Karl Lindt   
22.01.2008
Regenerative Treibstoffe, hergestellt aus Raps, Mais, Soja oder anderen Kraftstoffpflanzen, werden von immer mehr EnergieexpertInnen, großen Teilen der bürgerlichen Politik und der Wirtschaft als Allheilmittel für die größten Probleme der menschlichen Zivilisation angepriesen.
Eine Treibstoffquelle, die unabhängig macht vom zur Neige gehenden Erdöl und vom steigenden Ölpreis, die auch noch nachwächst und ökologisch viel besser abschneidet – was zumindest oft behauptet wird – was will mensch mehr? Deshalb wird heute auf fast allen politischen Ebenen die Erzeugung von Agroenergie als besonders „nachhaltige“ und „ökologische“ Energieerzeugung gefördert. So z.B. in der EU, wo es in der Richtlinie zur Förderung von Biokraftstoffen von 2003 heißt, dass die Förderung eine „Erfüllung der Verpflichtungen in Bezug auf die Klimaänderungen, die umweltgerechte Versorgungssicherheit und die Förderung erneuerbarer Energiequellen“ darstellt.

Auch in Zeiten des Klimawandels und des zunehmenden Schwindens der natürlichen Ressourcen soll schließlich garantiert werden, dass der energiehungrige Lebenswandel besonders der Industriestaaten (Stichwort: Individualverkehr) beibehalten werden kann. Darüber hinaus soll die Förderung der Agroenergie auch zu einer „nachhaltigen ländliche Entwicklung“ verhelfen, so die EU- Richtlinie. Bis 2010 will die Europäische Union daher einen Biosprit-Anteil von 5,75 Prozent der fossilen Brennstoffe erreichen; bis 2020 sollen es zehn Prozent sein. In Deutschland wurden deshalb nach Angaben der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle für Erzeugnisse der Landwirtschaft (ZMP) im Jahr 2006 bereits zwei Drittel des verarbeiteten Rapsöls in Treibstoff umgewandelt. Dabei steigt der Absatz von Biosprit immer weiter an, so dass 2006 ein Plus von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erreicht wurde. Auch die gesetzliche Verpflichtung in Deutschland zur Beimischung von Biokraftstoff zum herkömmlichen Diesel hat zu einer enormen Nachfragesteigerung geführt und die Preise für Rapsöl von März bis Oktober 2007 an der größten deutschen Ölmühle in Hamburg um 37 Prozent steigen lassen (Quelle: Handelsblatt v. 13.10.2007). Da aber die landwirtschaftliche Produktion in der EU oft nicht profitabel genug ist, setzten Politik und Wirtschaft verstärkt auf Importe von billiger Biomasse hautsächlich aus Lateinamerika, Subsahara-Afrika und Südostasien...
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