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Zukunft der parlamentarischen und außerparlamentarischen Linken | Drucken |  E-Mail
Walter Weiß   
01.11.2007

Unter dieser Überschrift hatte der Linke Dialog Hagen , in dem der RSB aktiv mitarbeitet, zu einer Podiumsdiskussion eingeladen.

Diese wurde von Christina Zett (Die Linke) moderiert. Attac war durch Kerstin Sack vom attac-Rat Deutschland und die DKP mit Raja Bernhard, dem stellvertretenden Vorsitzenden der DKP Rheinland-Pfalz präsent. Der emeritierte und durch die Medien bekannte Professor Peter Grottian war aus Berlin angereist. „Highlight“ der mit 40 Menschen gut besuchten Veranstaltung war sicher die Anwesenheit von Hans van Heijningen, dem Generalsekretär der Sozialistischen Partei der Niederlande, die ihre Ursprünge in einer maoistischen Organisation hat und heute mit 50000 Mitgliedern die drittstärkste Partei in den Niederlanden ist. Der erfrischend unbürokratische Generalsekretär, der mit dem Zug anreiste und privat bescheiden auf einem Sofa nächtigte, schilderte die basisorientierte Arbeit seiner Partei und ihr Bemühen, politische Probleme vor Ort zu analysieren und eine Lösung zu erarbeiten. Die 470 Mandatsträger der Partei dürfen nur 2000 Euro ihrer Bezüge behalten. Dies halte manchen karriereorientierten Menschen davon ab, der Partei beizutreten. Peter Grottian, auf den der „Verfassungsschutz“ des „rot-roten“ Senats ein wachsames Auge hat, plädierte für mehr Aktionen vor Ort, schilderte aber auch die Schwierigkeiten, hierfür nennenswert zu mobilisieren. Er plädierte für einen verstärkten Widerstand in Form des zivilen Ungehorsams. Die angeregt initiierte Diskussion wurde nach dem offiziellen Ende noch im Cafe des Pelmke-Kulturzentrums von vielen Anwesenden weitergeführt. Das Thema liegt sozusagen in der Luft und der RSB wird im Rahmen seiner Mitarbeit im Linken Dialog sein Plädoyer für den Aufbau einer außerparlamentarischen Opposition offen und unsektiererisch vertreten.

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