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Frauen in Bewegung 07/2007 | Drucken |  E-Mail
B.S.   
01.07.2007
Afghanistan
Malalai Dschoje, Abgeordnete im afghanischen Parlament, ist bis zum Ende der Legislaturperiode suspendiert worden. Damit ist eine entschiedene Kämpferin gegen die Warlordisierung des Parlaments mundtot gemacht worden. Malalai Dschoje hat sich schon in der Loja Dschirga, der verfassungsgebenden Versammlung, gegen die Abgeordneten gewandt, die sie als „Kriegsfürsten, Drogenbarone und andere Kriminelle” bezeichnet, und das tut sie mit rücksichtsloser Deutlichkeit. Ein nationaler Versöhnungsplan liegt auf Eis, aber ein Amnestiegesetz ist beschlossen, das zwar persönliche Klagen zulässt – wer kann eine solche Klage durchstehen? – ansonsten im Bürgerkrieg begangenen Verbrechen amnestiert.
Malalai Dschoja ist 28 Jahre alt, hat das nicht ungewöhnliche Schicksal eines Flüchtlings über Iran nach Pakistan, wo sie soziale Arbeit im Flüchtlingslager leistete. Zurück nach Afghanistan wurde sie 2005 mit dem zweitbesten Ergebnis in ihrer Heimatprovinz Farah zur Abgeordneten gewählt. Ihr Verhalten kann durchaus aus der Verzweiflung über die Starrheit der Verhältnisse herrühren, und so geht sie aufs Ganze. Da, wo sich nur ein Spalt Öffnung für Frauen zeigt, setzen sie sich vehement gegen das Unrecht zur Wehr.
Iran: Einfall
Die ökonomischen Verhältnisse erlauben es vielen jungen Männern nicht, eine Familie zu gründen. Sexualität ist der Ehe vorbehalten, aber bei einem Heiratsalter von 26,7 Jahren für Männer und 22,4 Jahren für Frauen nimmt die Prostitution verständlicherweise zu. Einen Ausweg sehen Geistliche darin, Kurzehen zu schließen, um der Religion und der Sexualität Genüge zu tun. Allerdings können auch verheiratete Männer solche Ehen eingehen, die Religion erlaubt die Mehrehe. So besteht die Befürchtung, der Islam könnte diskreditiert werden.
Iran: „Verfall”
Im Iran muss der „gesellschaftliche Verfall” bekämpft werden, indem die „islamischen Bekleidungsvorschriften” sorgfältig überwacht werden.  Aber gravierender ist, dass sich Frauen gegen das patriarchale Scheidungsrecht, das Sorgerecht und gegen die Polygamie zur Wehr setzen, indem sie von Haus zu Haus gehend Unterschriften sammeln – eine Million ist erstmal das Ziel. Die Herrschenden sehen in diesen Ansinnen die Verfassung in Frage gestellt und verhalten sich entsprechend repressiv.
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