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Frauen bleiben auch im Alter benachteiligt! | Drucken |  E-Mail
Trixi Blixer   
01.03.2007

Frauen in Deutschland liegen im EU-Vergleich mit ihren Einkommensunterschied zu den Männern mit durchschnittlich 20% Differenz am Schluss. Die finanzielle Benachteiligung von Frauen während der Rentenanwartschaftszeiten spiegeln sich in der hohen Altersarmut von Frauen wieder.

Trotz aller Veränderungen, die sich in der Erwerbsbiographie von Frauen in Deutschland seit den 70er Jahren vollzogen haben, prägen Kindererziehung, Teilzeitanstellung oder das Hausfrauendasein noch immer zumindest zeitweise das Leben der meisten Frauen. Selbst wenn Frauen ihr ganzes Erwerbsleben Vollzeit durcharbeiten, verdienen sie im Schnitt 20% weniger als männliche Erwerbstätige. Diese Struktur des Arbeitsmarktes wirkt sich spätestens mit dem Eintritt in die Rente oft existentiell auf die Situation von Frauen aus. Dabei werden sie durch das Rentensystem, welches eine Alterssicherung analog zu den Beitragsjahren und zu der Höhe des monatlichen Einkommens bezahlt, strukturell benachteiligt. Im Schnitt bezahlen Frauen, geprägt durch die Familienzeiten und das erhöhte Erwerbslosigkeitsrisiko 25 Jahre lang in die Rentenkasse ein, während ihre männlichen Kollegen auf bis zu 45 Jahre kommen. Entsprechend niedriger fallen die Renten der meisten Frauen aus. In Zahlen bedeutet das, dass Frauen im Jahr 2002 im Schnitt mit 555 € monatlich auskommen mussten, während Männer durchschnittlich 929 € erhielten. Damit verfügen männliche Rentner über eine fast doppelt so hohe Rente wie Frauen (wobei sich schon die „männliche Rente” am Existenzminimum bewegt!)
Versicherungen haben das Problem erkannt!?!
Wie in der bürgerlichen Gesellschaft üblich, wird das Problem der Altersarmut jetzt individualisiert und den einzelnen Frauen zugeschoben. So wird davon gesprochen, dass Frauen kein Bewusstsein für Altersvorsorge haben. Es würden zu wenige selber ansparen bzw. sich nicht selber versichern. Also versuchen die privaten Versicherungsanstalten die Frauen dazu zu bewegen, sich von ihrem geringen Einkommen noch selbst zu versichern. Für uns muss jedoch klar sein: Nicht private Versicherungen lösen das Problem, sondern die Umstellung des Rentensystems, welches Kindererziehungszeiten, diskriminierende Löhne oder Teilzeitanstellungen mit berechnen muss! Ein erster Schritt dahin ist, gleichen Lohn für gleiche Arbeit durchzusetzen! 

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