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In der öffentlichen Debatte wird die Krise überwiegend als ein vom ökonomischen Gesamtprozess abgetrenntes Phänomen aufgefasst. Zwar erscheint dieser Tage Karl Marx immer öfters auf den Titelseiten der bürgerlichen Zeitungen. Selbst das Kampfblatt der Neoliberalen, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, titelte vor wenigen Tagen „Marx hat Recht“. Doch im Gegensatz zu Marx wird die Krise hier, als durch „Gier und Größenwahn“ ausgelöste Schockwelle an den Finanzmärkten interpretiert. Günther Sandleben hingegen liefert mit seinem in dieser Broschüre abgedruckten Artikel „Die große Krise von 2008 – Ursachen, staatliches Krisenmanagement, Folgen“ eine andere, eine marxistische Analyse der Krise. Für ihn ist die Finanzkrise nur der auffälligste Teil eines aus dem Kapitalismus heraus entstehenden Krisenprozesses. Nicht die Raffgier einiger weniger BörsianerInnen und Bankenvorstände ist schuld an der Misere – die Profitlogik der kapitalistischen Wirtschaft erzeugt immer wieder solche Krisen!
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