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Schwerpunkt: Krise
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Bernd Brosius:
Strukturen der Geschichte
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Cover: Strukturen der Geschichte
122 Seiten, 12 €
ISBN 978-3-89900-122-8
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Die kapitalistische Krise und was wir ihr entgegensetzen


Banner - IT Heft Nr. 35 - Die kapitalistische Krise und was wir ihr entgegensetzen

Viele BeobachterInnen – auch aus dem linken politischen Spektrum – halten die Wirtschaftskrise für eine vermeidbare Tragödie, die durch politische Eingriffe verhindert werden könnte. Wenn nur die Finanzmärkte besser reguliert worden wären, wenn die Finanzaufsicht besser funktioniert hätte, wenn die Investmentbanker­Innen weniger gierig gewesen wären…Wenn endlich PolitikerInnen, Finanzaufsicht und ManagerInnen ihre Lektion gelernt haben, wird sich die Krise niemals wiederholen. Ist eine solche Zuversicht wirklich gerechtfertigt? Wenn aber – wie wir darlegen – Krisen durch herkömmliche, systemkonforme Interventionen von Oben nicht zu beseitigen sind, sollten wir dann nicht an einer systemoppositionellen Bewegung von Unten arbeiten? Und sollten wir dann nicht über eine grundlegende Alternative zur kapitalistischen Krisenökonomie nachdenken?

Über das Formular auf dieser Seite kannst du dein Exemplar gleich bestellen. Falls du dir die Broschüre erst genauer angucken möchtest, so findest du weiter unten auf dieser Seite ebenfalls Auszüge der Artikel zum Probelesen. Eine Vorschauversion der eigentlichen Broschüre könnt ihr euch ebenfalls zum Probelesen als PDF herunterladen.





Auszüge der Artikel zum Probelesen



Einleitung
Jakob Schäfer/Guenther Sandleben   

Als im Herbst 2008 die Krise ihren Höhepunkt erreichte, lag so etwas wie Endzeitstimmung in der Luft. Sorgenvoll thematisierten bürgerliche PolitikerInnen, JournalistInnen und ÖkonomInnen das mögliche Ende des Kapitalismus. Die Welt war ins Wanken geraten: Produktion und Handel brachen ein, Reichtum wurde vernichtet, Kapazitäten stillgelegt, ArbeiterInnen entlassen oder in Kurzarbeit gezwungen, Unternehmen standen am Rand der Zahlungsunfähigkeit, Kredite platzten, renommierte Bankhäuser meldeten Konkurs an, Verunsicherung breitete sich aus, vermögende Privatleute horteten Geld oder suchten Sicherheit im Kauf von Gold. Selbst Staaten gerieten an den Rand des Bankrotts. Manche neoliberalen und geldpolitischen Grundsätze lösten sich unter dem Druck der Ereignisse in Schall und Rauch auf.

Abschnitt I: Die große Krise seit 2007 als notwendige Konsequenz des Kapitalismus
Jakob Schäfer/Guenther Sandleben   
Der Umgang mit der Krise von 2007ff ist eigenartig. Obwohl Krisen schon in der Vergangenheit die Wirtschaft regelmäßig, in Zeitabständen von sieben bis elf Jahren mal mehr mal weniger stark durchrüttelten und den Menschen regelmäßig die Botschaft brachten, dass da irgendetwas mit ihrem Wirtschaftssystem nicht stimmen kann, vergaß man sie auch diesmal wieder. Als die Krise 2006 nahte, wurde sie verdrängt. Ihre ersten Erscheinungsformen wurden als äußere, zufällige, rasch vorbeigehende Fehlentwicklungen verharmlost.
Abschnitt II: Banken und Konzerne in Besitz nehmen!
Jakob Schäfer/Guenther Sandleben   
Mit der aktuellen Krise des Kapitalismus ist zwar den meisten Menschen bewusst geworden, dass sie „in unsicheren Zeiten“ leben, aber daraus ist noch keine verallgemeinerte Kritik des Kapitalismus entstanden. Im Vordergrund der Erklärungen steht die Ablehnung des „Kasino-Kapitalismus“ und des Verhaltens „gieriger Manager“ sowie des Mangels an „Regeln für den Kapitalverkehr“.
Abschnitt III: Sozialismus als Krisenlösung
Jakob Schäfer/Guenther Sandleben   
„Seit Dezennien ist die Geschichte der Industrie und des Handels nur die Geschichte der Empörung der modernen Produktivkräfte gegen […] die Eigentumsverhältnisse. Es genügt, die Handelskrisen zu nennen, welche in ihrer periodischen Wiederkehr immer drohender die Existenz der ganzen bürgerlichen Gesellschaft in Frage stellen. In den Handelskrisen wird ein großer Teil nicht nur der erzeugten Produkte, sondern der bereits geschaffenen Produktivkräfte regelmäßig vernichtet. In den Krisen bricht eine gesellschaftliche Epidemie aus, welche allen früheren Epochen als ein Widersinn erschienen wäre – die Epidemie der Überproduktion. Die Gesellschaft findet sich plötzlich in einen Zustand momentaner Barbarei zurückversetzt […]“ (Manifest der Kommunistischen Partei, MEW 4, S. 467f)
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