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Korrespondent Jena
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01.07.2010 |
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„Kein Gott, kein Staat, kein Rektorat!“ hallte es am 9. Juni durch Jenas Straßen. Einen passenderen Ort für den Slogan hätte es zwischen dem Unihauptgebäude, der theologischen Fakultät und mehreren Polizeiwagen nicht geben könnten. Doch nur rund 500 DemonstrantInnen waren erneut auf die Straße gegangen, um ihren Unmut über die Zustände in der „Denkfabrik Thüringen“ auszudrücken – der Bildungsstreik hatte wieder begonnen und damit verbunden ein möglicherweise vorerst letztes Aufbäumen der Bewegung.
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Philipp Xanthos
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01.07.2010 |
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22. Mai 2008: 8 000 SchülerInnen demonstrierten in Berlin gegen die Politik des „rot-roten“ Senats. Schon in den Jahren zuvor gingen regelmäßig einige Tausend Berliner SchülerInnen auf die Straße. Im November des gleichen Jahres waren es wieder 8 000 in Berlin – und 100 000 bundesweit. Der Windhauch war zum Sturm geworden. Lokale Aktionskomitees hatten sich gebildet und SchülerInnen demonstrierten gemeinsam mit Studierenden.
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Philipp Xanthos
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08.06.2010 |
Harte Strafen, vormilitärische Ausbildung, Staatsbürgerkunde: Das verbinden viele mit dem Bildungssystem des „real existierenden Sozialismus“. Wenn wir jedoch von Sozialismus sprechen, beziehen wir uns nicht auf diese Karikatur, sondern auf den ursprünglichen Marxschen Begriff von Sozialismus, dem „Verein freier Menschen“ (Kapital) oder der „menschlichen Gesellschaft“ (Ökonomisch-Philosophische Manuskripte).
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Philipp Xanthos
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08.06.2010 |
Studiengebühren, Einschreibegebühren, Rückmeldegebühren, Verwaltungsgebühren, Kursgebühren. Dazu Kosten für Bücher, Kopien, Exkursionen, Fahrkarten, Krankenkasse. Für all das müssen Studierende aufkommen, zusätzlich zu den „normalen“ Kosten des Lebens, also z.B. Miete und Lebensmittel. Wer nicht von reicher Verwandtschaft leben kann und auch kein oder nicht genug BaföG bekommt, muss daher zusätzlich zum Vollzeit-Studium arbeiten.
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Olga
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08.06.2010 |
Wie viele Wochenstunden sind eigentlich zumutbar? In der Arbeitswelt sind es derzeit 40. Auch über diese Zahl lässt sich streiten. In Anbetracht von Millionen von Arbeitslosen scheint sie entschieden zu hoch. Aber da diese Zahl nun einmal existiert, nehmen wir sie als Richtwert. Denn 40 Wochenstunden sind eine Zahl, von der Menschen in Ausbildung, egal ob SchülerIn, StudentIn oder Azubi oft nur träumen können.
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Philipp Xanthos
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08.06.2010 |
22. Mai 2008: 8 000 SchülerInnen demonstrieren in Berlin gegen die Politik des „rot-roten“ Senats. Schon in den Jahren zuvor gingen regelmäßig einige Tausend Berliner SchülerInnen auf die Straße. Im November des gleichen Jahres waren es wieder 8 000 in Berlin – und 100 000 bundesweit. Der Windhauch war zum Sturm geworden.
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RSB
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01.06.2010 |
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270 000 Studierende und SchülerInnen waren es, die im vergangenen Juni auf die Straße gingen und protestierten – der zahlenmäßig größte Sektor der außerparlamentarischen Bewegung in 2009. Eine Welle von Besetzungen im Herbst erfasste 80 Hochschulen und Schulen.
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Korrespondent Jena
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01.06.2010 |
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„Ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe.” Angeblich soll Winston Churchill einmal diese deutlichen Worte gesprochen haben. Heute kann man davon ausgehen, dass nicht der britische Premierminister, sondern eher das deutsche Propagandaministerium hinter dem oft zitierten Totschlag-Argument steckt. Nicht nur aus diesem Grund und, weil Churchill ein ausgemachter Reaktionär war, sollte diese Haltung in einigen Fällen noch einmal überdacht werden. Ein solcher Fall wäre beispielsweise die 19. Sozialerhebung des deutschen Studentenwerks: |
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Korrespondent Duisburg
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01.01.2010 |
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Der Bildungsstreik und die Besetzungen an den Hochschulen und Schule ist seit Langem wieder eine Bewegung, bei der Menschen außerhalb des Spektrums der „üblichen Verdächtigen“ auf die Straße gehen. Hierzu führte insbesondere der enorme Leistungsdruck. Viele radikale Linke sind mit ihren Gedanken jedoch schon kurz vor der Revolution und ziehen falsche Schlussfolgerungen aus dem Bewusstseinsstand der streikenden Studierenden und SchülerInnen.
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Philipp Xanthos
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01.01.2010 |
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Bei den Protesten im Bildungsbereich wird stets auch eine Demokratisierung der Schulen und Hochschulen gefordert.
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15.12.2009 |
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Gestern fanden in Buenos Aires schwere Straßenkämpfe zwischen der Polizei und protestierenden StudentInnen statt. Grund dafür ist die umstrittene Wiederwahl von Ruben Hallu als Rektor der Universität von Buenos Aires (UBA). Die StudentInnen kritisieren, dass lediglich die Hälfte des zuständigen Gremiums bei der Wahl anwesend war und die Politik der Entdemokratisierung an der UBA weiter fortgesetzt würde, ein Umstand der schon 2006 (bei der vorigen Wahl von Ruben Hallu als Rektor) starke Proteste auslöste. |
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