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Clarissa L.
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13.12.2007 |
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Die Tarifrunde im Öffentlichen Dienst 2008 steht unter zwei völlig entgegen gesetzten Vorzeichen: Zum einen die sehr schwere Hypothek der letzten Tarifrunde, die zu gravierenden Verschlechterungen führte, zum anderen der Kampf des Fahrpersonals bei der Bahn, der gerade vorführt, dass abhängig Beschäftigte auch in Zeiten des Neoliberalismus kämpfen können. Viel wird vom Ausgang des Kampfes des Fahrpersonals bei der Bahn abhängen. |
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Daniel Berger
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01.12.2007 |
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In einer massiven Anzeigenkampagne hetzt der Bahnvorstand gegen die GDL und scheut dabei nicht vor den dreistesten Lügen zurück. Auf einige wollen wir eingehen. Neben den diversen Interviews strotzt vor allem die ganzseitige Anzeige vom 15. November in sehr vielen Tageszeitungen nur so vor Unwahrheiten. |
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Thadeus Pato
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01.12.2007 |
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Als der ver.di- Bundeskongress nach knapp einer Woche am 5. Oktober zu Ende ging, blieben eine ganze Reihe Anträge auf der Strecke, über die „aus Zeitmangel“ nicht mehr beraten werden konnte. Das Beste an diesem Bundeskongress allerdings war, dass das vom Vorsitzenden Bsirske gepushte neue Programm nicht verabschiedet wurde. Die Bilanz der nach der Gründung der größten, inzwischen nur noch zweitgrössten, deutschen Gewerkschaft für die Jahre nach dem Zusammenschluss von ÖTV, hbv, DPG, DAG und IG Medien zur neuen Großgewerkschaft ist nicht gut. |
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B.B.
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01.12.2007 |
Der Streik der LokführerInnen und der kleinen GDL fördert durch das kämpferische praktische Beispiel eine viel wirksamere Kritik an den eingefahrenen Apparaten der großen Massengewerkschaften als alle Flugschriften und Infos der Gewerkschaftslinken zusammen genommen. Es wäre ein Fortschritt, wenn sich die GDL auch für andere Berufsgruppen als die der LokführerInnen und ZugbegleiterInnen öffnen und der Gewerkschaft Transnet auf allen Ebenen Konkurrenz machen würde. |
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h.n.
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01.12.2007 |
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Es verlief alles nach Plan: die Wahlen zum geschäftsführenden Vorstand ohne Gegenkandidaturen, ein hervorragendes Ergebnis für den neuen Ersten Vorsitzenden Berthold Huber (91,6 %), die reibungslos funktionierende Abstimmungsmaschine, die alle ernsthaften Störungen vermeiden konnte, und die Vermittlung eines geschlossenen Bildes nach außen - ohne „Wagenburgmentalität“.
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D. Berger
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01.12.2007 |
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Noch vor dem Ende des Kampfes steht fest, dass kein Ereignis der letzten Jahre die politischen Verhältnisse so stark beeinflusst hat bzw. noch beeinflussen wird, wie diese Auseinandersetzung. Sie ist aber nicht nur ein grundsätzliches Lehrstück in Sachen Klassenkampf, sie ist auch im Speziellen ein Lehrstück in Sachen Gewerkschaftspolitik. Selten haben die KollegInnen in den Industriebetrieben oder im Öffentlichen Dienst, zumindest die aufmerksameren unter ihnen, so sehnlich den Sieg einer kämpfenden Gewerkschaft gewünscht wie dieses Mal. |
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Daniel Berger
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01.12.2007 |
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Nach dem Beschluss des GDL-Vorstands vom 26. 11. soll am 3. 12. zunächst die Eigenständigkeit des neuen Tarifvertrages geklärt werden, bevor über den materiellen Inhalt des Angebots verhandelt wird. Offensichtlich verspürte die Mehrheit im intensiv debattierenden (und streitenden) Vorstand zu viel Druck aus Politik und Öffentlichkeit, um sich den „Verhandlungen zu verweigern“. Mit diesem – vielleicht nur taktisch motivierten – Einlenken schwächt die GDL-Führung allerdings ihre Kampfposition ganz erheblich: |
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RSB
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12.11.2007 |
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Haben Sie auch jedes Jahr 6 Richtige? 1996 bekam ein Vorstandsmitglied der Bahn AG im Schnitt 300 000 €. Heute sind es knapp 2,1 Mio. € (ohne Altersvorsorge). Das ist eine Steigerung um 700 Prozent! Ein Mitglied im Bahnvorstand fährt damit jedes Jahr ein Gehalt in Höhe eines Lottogewinns mit 6 Richtigen ein! Von einem (!) Vorstandsgehalt könnte man rechnerisch 64 LokfüherInnenInnen zum Einstiegsgehalt von 2500 € bezahlen! |
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Daniel Berger
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01.11.2007 |
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Diejenigen, die in dem Konflikt der LokführerInnen gegen den Bahnvorstand die Verteidigung des Flächentarifvertrages ins Feld führen und den kämpfenden KollegInnen nicht politisch beiseite stehen, können nur ein abstraktes und in diesem Fall vollkommen inhaltsleeres Prinzip anführen. Auch die LokführerInnen streben einen Flächentarifvertrag an. Dass sie aber aus der Tarifgemeinschaft mit der Transnet und der GDBA (wie die GDL Mitglied im Beamtenbund) ausgestiegen sind, hat ganz handfeste Gründe und kann nicht den Lokführern angekreidet werden. |
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Philipp Xanthos
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01.11.2007 |
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Schon bevor alle 1800 Bestellungen für das strike bike eingetroffen waren, stand für die Betriebs-BesetzerInnen von Nordhausen fest: Es wird produziert. Die Solidaritätskampange, die die anarchosyndikalistische Freie ArbeiterInnen Union (FAU) ins Leben gerufen hatte, schlug voll ein. Aus vielen Ländern der Welt trafen Bestellungen ein. Am Ende wurden dann allerdings sogar Bestellungen abgewiesen. |
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D. Berger/Philipp Xanthos
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01.11.2007 |
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Die Betriebsbesetzung der 124 KollegInnen des Fahrradwerkes Bike Systems in Nordhausen verläuft anders als die vom Kaliwerk Bischofferode 1993 und vom französischen Uhrenwerk Lip 1973/74. Im April 1993 antworteten die Beschäftigten im Kaliwerk Bischofferode auf die Ankündigung der Beendigung des Betriebs ebenfalls mit einer Betriebsbesetzung. Aus mehreren Gründen ist Bike Systems auch nicht mit der besetzten Uhrenfabrik Lip vergleichbar. |
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